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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Presseschau

presseschauZunächst wid­men wir uns den heu­ti­gen Fei­ern zur Grün­dung der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land in Ber­lin sowie der mor­gen anste­hen­den Wahl des Bun­des­prä­si­den­ten. Dar­über hin­aus geht es um das Gefan­ge­nen­la­ger Guan­ta­na­mo und den Evan­ge­li­schen Kir­chen­tag in Bre­men.

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Zur Unter­zeich­nung des Grund­ge­set­zes vor 60 Jah­ren schreibt die SCHWERINER VOLKSZEITUNG:
„Da war er, der Anfang, dem ein Zau­ber inne­wohn­te. 13 Tage har­te Arbeit. Am Ende 95 Sei­ten, 149 Arti­kel, das Fun­da­ment für die neue Bun­des­re­pu­blik – ein abso­lu­ter Glücks­fall, ein Schatz, der die Erfolgs­ge­schich­te Deutsch­lands erst mög­lich gemacht hat. Wie­der­auf­bau, Sou­ve­rä­ni­tät, Wirt­schafts­wun­der, euro­päi­sche und deut­sche Ein­heit, all das wäre ohne die­se Ver­fas­sung nicht mög­lich gewe­sen. Das Grund­ge­setz gehört welt­weit zu den bes­ten Ver­fas­sun­gen und wird bis heu­te immer wie­der als Vor­bild her­an­ge­zo­gen. Das Jubi­lä­um soll­te Anlass zum Fei­ern sein. Und nach dem Fest­akt soll­te nicht wie­der zur Tages­ord­nung über­ge­gan­gen wer­den. Der Schatz muss gepflegt wer­den, in der Schu­le, vor Gericht, an der Uni, in der Amts­stu­be und auch im Par­la­ment“, betont die SCHWERINER VOLKSZEITUNG.

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Die FRANKFURTER RUNDSCHAU kom­men­tiert:
„Eine der deut­schen Macken war und ist der Wunsch nach Gleich­heit durch Negie­rung des ande­ren, sei es in Fra­gen der Her­kunft, Reli­gi­on, Welt­an­schau­ung. Alle sol­len alles abschüt­teln und gleich sein. Im Schre­ber­gar­ten muss jede Hecke auf die glei­che Höhe geschnit­ten wer­den. Wir dür­fen unse­re Geset­ze nicht dafür miss­brau­chen, kul­tu­rel­le Eigen­hei­ten zu besei­ti­gen. Dass wir mul­ti­re­li­gi­ös, mul­ti­bio­gra­fisch, mul­ti­welt­an­schau­lich, mul­tiir­gend­et­was sind, ist kei­ne Ansichts­sa­che. Das ist so. Wenn wir Deut­schen auf­hö­ren, Dank­bar­keit zu erwar­ten, und statt­des­sen Dank­bar­keit zei­gen für das, was Mil­lio­nen Men­schen aus vie­len Län­dern bei uns geleis­tet haben, wäre einer der größ­ten Kno­ten geplatzt“, unter­streicht die FRANKFURTER RUNDSCHAU.

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Die OSTSEE-ZEITUNG befasst sich mit der Wahl des deut­schen Staats­ober­haupts. Nach Ein­schät­zung des Blat­tes ist die Ent­schei­dung dies­mal mit aller­hand Unwäg­bar­kei­ten gespickt:
„Aber das ist nicht schlimm, son­dern demo­kra­tisch. Und dass der popu­lä­re Amts­in­ha­ber sich einer nicht ganz aus­sichts­lo­sen Gegen­kan­di­da­tin stel­len muss, ist kei­nes­wegs eine Anma­ßung, son­dern demo­kra­ti­sche Nor­ma­li­tät. Ein Ana­chro­nis­mus ist es hin­ge­gen, dass das Staats­ober­haupt immer noch von einem Wahl­gre­mi­um bestimmt und nicht direkt vom Volk gewählt wird“, befin­det die OSTSEE-ZEITUNG, die in Ros­tock erscheint.

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Dass der Bun­des­prä­si­dent auf die­se Wei­se gewählt wird, dürf­te der AUGSBURGER ALLGEMEINEN zufol­ge vor allem ein Pro­blem für Amts­in­ha­ber Köh­ler wer­den:
„In der Bun­des­ver­samm­lung sit­zen vor allem Berufs­po­li­ti­ker. Und zu Abge­ord­ne­ten und Regie­ren­den hat Köh­ler nicht das bes­te Ver­hält­nis. Doch er hät­te eine Wie­der­wahl ver­dient. Denn er ist ein wür­di­ger Bun­des­prä­si­dent mit viel wirt­schaft­li­chem Sach­ver­stand und Nähe zu den Men­schen in Deutsch­land.“

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Die BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG lobt indes die Gegen­kan­di­da­tin:
„Schwan hat mit einer enga­gier­ten, sou­ve­rä­nen Vor­stel­lung gezeigt, dass auch sie das Zeug fürs Schloss Bel­le­vue hät­te. Sie hat mit ihrem Wahl­kampf das Amt nicht beschä­digt, im Gegen­teil. Schwans Kan­di­da­tur stand frei­lich unter kei­nem guten Stern. Die Pro­fes­so­rin hat ihre aber­ma­li­ge Bewer­bung der SPD auf­drän­gen müs­sen. Soll­te Schwan mor­gen ver­lie­ren, wird es ihre Par­tei gelas­sen hin­neh­men“, glaubt die BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG.

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In der RHEIN-NECKAR-ZEITUNG aus Hei­del­berg ist zu lesen:
„Der ers­te mas­siv betrie­be­ne Prä­si­den­ten­wahl­kampf hat die Gren­ze des Ver­nünf­ti­gen weit über­schrit­ten. Es ist Zeit, dass die von der SPD-Bewer­be­rin betrie­be­ne Pola­ri­sie­rung, die eine Volks­wahl des Staats­ober­haup­tes sug­ge­riert, ihr Ende fin­det. Gesi­ne Schwan hat ihre Sache gera­de in der Schluss­pha­se nicht beför­dert. Soll­te Horst Köh­ler wie­der­ge­wählt wer­den, wür­de ganz sicher auch Frank-Wal­ter Stein­mei­er dis­kret auf­at­men: Denn Schwan braucht die lin­ken Stim­men, die dann wie Stol­per­stei­ne auf dem Weg zur Bun­des­tags­wahl stün­den.“

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Mit die­ser poli­ti­schen Ein­schät­zung stößt die RHEIN-NECKAR-ZEITUNG wie­der­um auf Wider­spruch bei den KIELER NACHRICHTEN:
„Vor 40 Jah­ren wur­de der Sozi­al­de­mo­krat Gus­tav Hei­ne­mann mit den Stim­men der oppo­si­tio­nel­len FDP zum Bun­des­prä­si­den­ten gewählt. Es war der Anfang vom Ende der ers­ten Gro­ßen Koali­ti­on und der Beginn der sozi­al­li­be­ra­len Ära. Auch die­ses Mal könn­te die Prä­si­den­ten­wahl zum Vor­bo­ten eines Regie­rungs­wech­sels wer­den. Soll­te das Unwahr­schein­li­che ein­tre­ten und Frau Schwan zur nächs­ten Prä­si­den­tin gewählt wer­den, dann wür­de das die Anhän­ger eines Links­bünd­nis­ses aus SPD, Grü­nen und Links­par­tei stär­ken.
So weit die KIELER NACHRICHTEN und so viel zu die­sem The­ma.

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Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG befasst sich mit der Debat­te um das Gefan­ge­nen­la­ger Guan­ta­na­mo:
„US-Prä­si­dent Oba­ma hat schon am zwei­ten Tag nach Amts­ein­füh­rung die Schlie­ßung ver­fügt. Dass ihm nun aus­ge­rech­net die Demo­kra­ten das Leben schwer machen, kön­nen nur Zyni­ker vor­aus­ge­se­hen haben. Der Senat hat Oba­ma mit über­wäl­ti­gen­der Mehr­heit das Geld zur Schlie­ßung ver­wei­gert. Das ist Zei­chen kopf­lo­ser Panik. Sie haben Angst, von den Repu­bli­ka­nern vor­ge­führt zu wer­den. Ange­führt vom fins­te­ren frü­he­ren Vize­prä­si­den­ten Dick Che­ney, behaup­ten sie, dass die Demo­kra­ten Ame­ri­kas Sicher­heit aufs Spiel set­zen, weil sie Ter­ro­ris­ten ins Land holen. Das ist Dem­ago­gie. Seit Jah­ren sit­zen bereits ver­ur­teil­te Isla­mis­ten ein. Oba­ma muss die Sor­gen ernst neh­men. Er muss Kom­pro­mis­se machen. Aber im Grund­sätz­li­chen darf er nicht wackeln“
for­dert die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG.

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Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG bemerkt:
„Noch immer ist der Regie­rung Oba­ma wenig ein­ge­fal­len, wie mit den 240 Insas­sen ver­fah­ren wer­den soll. Um die­ses Ver­säum­nis und eini­ge Vol­ten aus dem Anti­ter­ror­kom­plex zu kaschie­ren, reicht es nicht zu beteu­ern, die Rechts­prin­zi­pi­en der Ver­ei­nig­ten Staa­ten und die natio­na­le Sicher­heit stün­den nicht im Gegen­satz zuein­an­der. Kein Wun­der, dass der Kon­gress ver­är­gert ist.“

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Nach der F.A.Z. nun ein Blick in die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG:
„Dass sei­ne Demo­kra­ten ihm im Senat sei­ne Schlie­ßungs­plä­ne poli­tisch um die Ohren hau­en, zeugt von den hand­werk­li­chen Feh­lern der neu­en US-Regie­rung, die nach dem Schwin­den der anfäng­li­chen Eupho­rie immer offe­ner zuta­ge tre­ten. Hier muss Oba­ma drin­gend nach­bes­sern, um eine gerech­te Lösung für die letz­ten Guan­tá­na­mo-Insas­sen zu fin­den, die über­wie­gend Täter und kei­ne Opfer sind. Wie groß die von El Kai­da und ande­ren Extre­mis­ten­grup­pen aus­ge­hen­de Gefahr noch immer ist, zeigt die Aus­he­bung einer Ter­ror­zel­le in den USA.“
Sie hör­ten einen Aus­zug aus der NEUEN OSNABRÜCKER ZEITUNG.

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Die Zei­tung DIE WELT blickt näher auf die Gefan­gen­nah­me von vier Män­nern, die Atten­ta­te in New York geplant ha- ben sol­len:
„Drei der jetzt fest­ge­nom­me­nen mut­maß­li­chen Ter­ro­ris­ten sind gebür­ti­ge US-Staats­bür­ger. Ame­ri­ka, Ein­wan­de­rungs­land und Schmelzt­igel der Welt, muss dar­über beun­ru­higt sein. Es muss sich fra­gen, ob eine neue Gene­ra­ti­on von Ter­ro­ris­ten inner­halb der Staats­gren­zen her­an­wächst, die schwer zu iden­ti­fi­zie­ren ist, weil sie sich augen­schein­lich assi­mi­liert hat. Bei aller Freu­de über den prä­ven­ti­ven Schlag bleibt die bit­te­re Erkennt- nis, sich offen­bar wach­sen­der inter­ner Bedro­hung mit eben­so bit­te­ren Maß­nah­men erweh­ren zu müs­sen. Der ver­ei­tel­te Mas­sen­mord ist Was­ser auf die Müh­len der­je­ni­gen, die Bür­ger­rech­te zuguns­ten einer ver­bes­ser­ten Sicher­heits­la­ge ein­zu­schrän­ken bereit sind. Die USA kön­nen sich ihrer eige­nen Bür­ger nicht sicher sein“, warnt die Zei­tung DIE WELT.

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Der Ber­li­ner TAGESSPIEGEL notiert zum Evan­ge­li­schen Kir­chen­tag:
„In Bre­men tref­fen sich nicht die Wüten­den. Kir­chen­ta­ge sind kei­ne Pro­test­de­mos wie der 1. Mai. Und doch: Sind die vie­len tau­send enga­gier­ten Chris­ten, die oft ver­spot­te­ten Gut­men­schen, nicht die eigent­lich Wider­stän­di­gen? Mit ihren Initia­ti­ven und Pro­jek­ten trot­zen sie dem Gefühl von Macht­lo­sig­keit. Gera­de jetzt braucht die Gesell­schaft Men­schen, die dar­an glau­ben, dass noch etwas geht“, hebt DER TAGESSPIEGEL her­vor.

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Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus dem bran­den­bur­gi­schen Frank­furt meint:
„Und doch: Die Strahl­kraft die­ser Tref­fen erlischt sofort mit deren Ende. Die Kir­chen­bän­ke blei­ben leer. Das mag nicht zuletzt auch am Cha­rak­ter die­ser Lai­en­ver­an­stal­tung lie­gen, auf den Kir­chen­tags­prä­si­den­tin Ueber­schär jedoch sehr gro­ßen Wert legt: Kir­chen­tag sei kein spi­ri­tu­el­les Well­ness-Wochen­en­de. Aber das ist viel­leicht gera­de das Pro­blem der Pro­tes­tan­ten seit gut vier Jahr­zehn­ten: Der Man­gel an Spi­ri­tua­li­tät, an Lit­ur­gie sowie die fort­schrei­ten­de Selbst­sä­ku­la­ri­sie­rung und ein häu­fig belie­bi­ges Glau­bens­ver­ständ­nis“, mut­maßt die MÄRKISCHE ODERZEITUNG, mit der wir die Pres­se­schau been­den.

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Info:
Presseschau ist Beitrag Nr. 478
Autor:
Martin Pöttner am 22. Mai 2009 um 07:39
Category:
Presseschau
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2 Comments »

  1. ERNEST

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