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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


11. März 2019

Tri­to­je­sa­ja (Jes 56-66)

I. Über­sicht

Pro­to-Jesa­ja: Jes 1-39 (740-701 v. d. Z.)

Deu­te­ro-Jesa­ja: Jes 40-55 (550-540)

Tri­to-Jesa­ja: Jes 56-66 (530)

Auch für die­sen drit­ten Buch­teil gilt, dass eine Grob­glie­de­rung kaum gege­ben wer­den kann, dass eher wich­ti­ge Ein­zel­tex­te und -the­men erle­sen wer­den müs­sen.

II. Ent­ste­hung

Der drit­te Teil des Jesa­ja-Buches ist eine Zusam­men­stel­lung von Tex­ten, die wohl auf meh­re­re Autoren zurück­ge­hen. Wahr­schein­lich sind sie eine Samm­lung von unter­schied­li­chen Ansät­zen zur Aus­le­gung des bis­he­ri­gen Buches Jesa­ja. Dabei ist umstrit­ten, ob die Wor­te jemals münd­lich vor­ge­tra­gen wur­den oder von vor­ne­her­ein als schrift­li­che Buch­tex­te ent­stan­den sind.

III. Inhalt

Einig­keit besteht bei aller Ver­schie­den­heit der Tex­te dar­in, dass die Wor­te das Ende des Exils und die Rück­kehr von Ver­bann­ten nach Isra­el vor­aus­set­zen. (more…)

9. März 2019

Pre­digt zum ers­ten Sonn­tag der Pas­si­ons­zeit (EfG Gries­heim): das Böse tun!

Schrift­le­sung: Psalm 91,1-6

Als Jesus dies gesagt hat­te, war er inner­lich auf­ge­wühlt und bezeug­te und sag­te: »Amen, amen, ich sage euch: Jemand von euch wird mich aus­lie­fern.« 22Die Jünger*innen blick­ten ein­an­der an und wuss­ten nicht, von wem er rede­te. 23Einer von ihnen lag an der Brust Jesu, ihn lieb­te Jesus. 24Diesem nick­te Simon Petrus zu, damit er Jesus fra­ge, von wem er spre­che. 25Jener lehn­te sich also zurück an Jesu Brust und frag­te ihn: »*Rab­bi, wer ist es?« 26Jesus ant­wor­te­te: »Es ist der, für den ich das Stück Brot ein­tun­ken und ihm geben wer­de.« Er nahm also das Stück Brot, tunk­te es ein und gab es Judas, dem Sohn von Simon Iska­ri­ot. 27Und dann, nach dem Stück Brot, ging der Satan in ihn ein. Also sag­te Jesus zu ihm: »Was du machen willst, das mache schnell!« 28Es ver­stand aber nie­mand von denen, die zu Tisch lagen, wes­halb er ihm dies sag­te. 29Einige mein­ten, dass Jesus, weil Judas die Kas­se führ­te, ihm sagen wür­de: »Kau­fe ein, was wir für das Fest brau­chen!« Oder dass er den Armen etwas geben soll­te. 30Nachdem Judas das Stück Brot bekom­men hat­te, ging er sofort hin­aus. Und es war Nacht. 31Als er hin­aus­ge­gan­gen war, sag­te Jesus: »Jetzt ist der Glanz des Men­schen­sohns auf­ge­strahlt und Got­tes Glanz strahl­te auf in ihm. 1

Lie­be Gemein­de,

am ers­ten Sonn­tag der Pas­si­ons­zeit hat die Fas­ten­zeit schon begon­nen – und vie­le Gemein­den begin­nen dar­auf zu ach­ten, was nicht so gut läuft oder gar schief läuft im Leben der Gemein­den oder ein­zel­ner Gemein­de­glie­der.
Die Fas­ten­ak­ti­on der Evan­ge­li­schen Kir­chen in Deutsch­land sieht sie­ben Wochen ohne Lügen vor. Auf Twit­ter sind nicht alle Theolog*innen davon begeis­tert. Eine Pfar­re­rin hält es für rich­tig aus Barm­her­zig­keit zu lügen, weil dadurch z. B. Beschä­mun­gen man­cher Men­schen ver­mie­den wer­den kön­nen. Wahr­schein­lich ist das eine Theo­lo­gie, die man­che mei­ner Kolleg*innen als „Gott-ist-lieb“-Theologie kri­ti­sie­ren. Zwei­fel­los hilft dies Kon­flik­te zu ver­mei­den. Ob das am Ende gut für alle ist, ist aber umstrit­ten. (more…)

  1. Vgl. BgS, zur Stel­le!
23. Februar 2019

Über­blick über die Her­me­neu­tik-Vor­le­sung im Som­mer­se­mes­ter

Abschnitt der Vor­le­sung und §:

I.  Pro­emi­um und his­to­ri­sche Expo­si­ti­on des Pro­blems

1: Hin­füh­rung zum Pro­blem (15.04)

Ostern

2: Die Ent­ste­hung der Schrift­re­li­gi­on im Juden­tum und ihre Bedeu­tung für das her­me­neu­ti­sche Pro­blem (29.04.)

II. Moder­ne

3: Das Modell Fried­rich Schlei­er­ma­chers in der „Kur­zen Dar­stel­lung“: „exege­ti­sche Theo­lo­gie“ und Her­me­neu­tik als Kunst­leh­re (06.05)
4: Das Pro­blem der im All­tag prä­sen­ten expe­ri­men­tel­len Metho­de in den Natur­wis­sen­schaf­ten und die Ent­my­tho­lo­gi­sie­rung: Rudolf Bult­mann (13.05.)
5: Die Not­wen­dig­keit, die Geschlech­ter­fra­ge zu berück­sich­ti­gen (Mag­da­le­ne F. Frett­löh) (20.05.)

III. Vor­schlag: Bild­lich­keit und Nar­ra­ti­vi­tät berück­sich­ti­gen

6: Die Fra­ge der Bild­lich­keit reli­giö­ser Rede und Zei­chen­kom­ple­xe (27.05.)
7: Die (mög­li­che) Extra­va­ganz reli­giö­ser Bil­der, Charles Peirce u. a. (03.06.)

Pfings­ten

8: Pro­blem­ge­schich­ten: Mar­kus, Pau­lus und Johan­nes (17.06.)
9: Dua­lis­ti­sche Erzähl­wei­sen: Mat­thä­us, Hebrä­er­brief und Apo­ka­lyp­se des Johan­nes – sowie  „Ver­schwö­rungs­my­then“ ([Micha­el Blu­me] 24.06.)
10: Erfolgs­ge­schich­ten: Luka­ni­sches Dop­pel­werk, Her­aus­ge­ber der „Prä­ka­no­ni­schen Edi­ti­on“ (01.07.)
11: Die Berg­pre­digt (08.07.)
12: Extra­va­ganz in Para­beln Jesu (παραβολαί [para­bo­lai]) (15.07.)

IV. Epi­log

13:  Abschluss­dis­kus­si­on (22.07.)

Die Vor­le­sung prä­sen­tiert mit­hin her­me­neu­ti­sche Model­le – und führt in ihren Voll­zug ein, sodass Sie sich ori­en­tie­ren kön­nen. Das habe ich in Mar­burg und Zürich so gelernt, Her­me­neu­tik ist prak­tisch und kon­kret. In Mar­burg durch den Geist Ernst Fuchs’, der durch Wolf­gang Har­nisch und Gerd Schu­n­ack prä­sent war, vor allem aber durch Fuchs’ bedeu­ten­den Ver­such, der „Mar­bur­ger Her­me­neu­tik“. In Zürich durch Hans Weder, der eben­falls durch Fuchs und des­sen Schü­ler Eber­hard Jün­gel beein­flusst war. Dadurch wer­den Model­le stets an Tex­ten erprobt – und Sie kön­nen einen eige­nen Ein­druck gewin­nen, was die­se zu leis­ten ver­mö­gen. Neben­bei the­ma­ti­siert die­se Vor­le­sung daher das gesam­te Neue Tes­ta­ment.

Ich beschrän­ke die detail­liert erör­ter­ten moder­nen Posi­tio­nen exem­pla­risch auf die­je­ni­gen Fried­rich Schlei­er­ma­chers, Rudolf Bult­manns und der femi­nis­ti­schen Posi­ti­on Mag­da­le­ne Frett­löhs. M. E. sind damit alle Pro­ble­me zu bear­bei­ten. Ich unter­stel­le mit­hin, dass die Rede von Post- oder Spät­mo­der­ne wenig sach­hal­tig ist.

Zwei Punk­te sind für die Vor­le­sung wich­tig:

1. M. E. ist „Reli­gi­on“ nicht unver­nünf­tig. Daher erör­ter­te ich expli­zit Fra­gen der dua­lis­ti­schen Erzähl­mus­ter, die häu­fig mit Kon­tra­dik­tio­nen und logi­schen Wider­sprü­chen arbei­ten. All­ge­mein gehört zur Ver­nunft, dass wir uns nar­ra­tiv selbst ver­stän­di­gen. Und wir dür­fen das auch bild­lich tun.
2. Für das Chris­ten­tum gilt, dass unter­stellt wird, wir stün­den stän­dig in der Gefahr, uns reli­gi­ös zu ver­feh­len, mit­hin zu sün­di­gen o. Ä. Daher ver­tre­ten vie­le neu­tes­ta­ment­li­che Tex­te wie im Juden­tum die Idee einer Lebens­wen­de, den­ken Sie exem­pla­risch an die Para­bel von den „ver­lo­re­nen Söh­nen“ in Lk 15. M. E. reagie­ren eini­ge Tex­te im Neu­en Tes­ta­ment dar­auf – und bil­den „extra­va­gan­te Mus­ter“ aus, all­täg­lich Gewohn­tes wird zitiert, ver­frem­det und poe­tisch-rhe­to­risch wei­ter­ge­führt.

All­ge­mein gilt, dass z. B. gemes­sen an Aris­to­te­les Gefüh­le, Lei­den­schaf­ten, Argu­men­ta­tio­nen, Erzäh­lun­gen u. a. m. für Men­schen typisch sind. Wir ver­su­chen in der Vor­le­sung her­me­neu­tisch zu erar­bei­ten, wo die Gren­ze „vernünftig“/ „unver­nün­tig“ gezo­gen wer­den kann bzw. wo das erfor­der­lich sein könn­te.

6. Februar 2019

Gen 11,1-8

 

The­ma war Gen 11,1-8, der Turm­bau zu Babel. Der „Herr“ ist auch dafür zustän­dig.
Idee einer ursprüng­li­chen Ein­heits­spra­che, die ver­wirrt wird, um die tech­ni­sche Macht der Men­schen zu erschwe­ren. Im Semi­nar wur­de fest­ge­stellt, das es sich nur um die­ses han­delt.
Tat­säch­lich fun­giert der Turm als Ein­heits- bzw. Zen­tra­li­sie­rungs­sym­bol, wes­halb der wich­tigs­te Gegen­satz die Zer­streu­ung ist. Zu den Zik­ku­rat. Sie wur­den wahr­schein­lich zur astro­no­mi­schen Gestirn­be­ob­ach­tung genutzt und daher konn­ten schon im 7. Jhdt. v. d. Z. Mond­fins­ter­nis­se vor­aus­ge­sagt wer­den.
Auch das Pfingst­wun­der in Act 2 ändert an der Dif­fe­renz der Spra­chen nichts, es ist ein Über­set­zungs­wun­der.
Das Semi­nar dis­ku­tier­te aus­führ­lich die EU und den Bre­x­it.

Mk 7,24ff

 

The­ma war mein Vor­trag, der im Netz steht. Dazu Dis­kus­si­on von Mk 7,24ff. Es ist auf­fäl­lig, dass es eine Frau ist, die als ein­zi­ge ein Streit­ge­spräch gegen Jesus gewinnt.

2. Februar 2019

Joh 1,1-3, Zusam­men­fas­sung vom 22.01.

 

 

 

 … ἐν ἀρχῇ — The­ma war Joh,1-3, um in Bezug auf Gott bestimm­te Rede­wei­sen zu über­prü­fen. Joh 1,1 gehört zu den wich­tigs­ten Tex­ten, die sich auf en arche, am/im Anfang bezie­hen: Gen 1,1LXX, Prov 8,23LXX und Joh 1,1. Wir sahen uns die Inter­pre­ta­ti­on von Gen 1,1 in Prov 8,22ff an, da spielt der Herr (JHWH) mit der Weis­heit, sei­nem Lieb­ling, einer weib­li­chen Figur. Sie gibt dann der Schöp­fung, die der Herr voll­zieht, einen wei­sen Sinn. Die Weis­heit ist als per­so­na­le weib­li­che Figur bei der Schöp­fung dabei. (more…)

31. Januar 2019

Frau­en in Funk­ti­ons­po­si­tio­nen im Neu­en Tes­ta­ment: kir­chen­lei­ten­des Han­deln


 

 

 

Ich begin­ne mit einer her­me­neu­ti­schen Vor­re­de (I) und erläu­te­re dann eini­ge Punk­te, die sich auf­grund neu­tes­ta­ment­li­chen Tex­te erge­ben (II).

I. Her­me­neu­ti­sche Vor­re­de zu Funk­tio­nen von Gemein­den im Neu­en Tes­ta­ment

Ich hal­te die alte Dis­kus­si­on über kirch­li­ches Amt vs. Cha­ris­men (Gna­den­ga­ben [z. B. 1Kor 12-14]) für obso­let. Für das Ein­neh­men von Funk­ti­ons­po­si­tio­nen wird im Chris­ten­tum stets der hei­li­ge Geist ver­ant­wort­lich gemacht, sodass viel­leicht ein Gegen­satz von spon­ta­ne­ren Über­nah­men von Funk­ti­ons­po­si­tio­nen oder sta­bi­le­ren, qua­si recht­lich geord­ne­ten Funk­ti­ons­po­si­tio­nen allen­falls erwo­gen wer­den kann. Das ist am Anfang des Chris­ten­tums nicht über­ra­schend.
Ich schlie­ße mich hier der Begriff­lich­keit Schlei­er­ma­chers in der Kur­zen Dar­stel­lung des theo­lo­gi­schen Stu­di­ums, 1811ff, an, der von kir­chen­lei­ten­dem Han­deln spricht, wenn eine Per­son über­wie­gend auf ande­re ein­wirkt, das ist aber für vie­le Christ*innen mög­lich, die selbst reli­gi­ös affi­ziert und zugleich bil­dungs­mä­ßig sen­si­bel sind, um Dif­fe­ren­zen in der jewei­li­gen Gemein­de wahr­zu­neh­men – und för­dernd zu bear­bei­ten. (more…)

28. Januar 2019

Gen 10: Völ­ker­ta­fel

Völ­ker­ta­fel wibilex

 

Wir befass­ten uns mit Gen 10, der soge­nann­ten Völ­ker­ta­fel. Eine Erläu­te­rung mit gra­fi­schen Dar­stel­lun­gen befin­det sich hier.

Für uns war wich­tig her­aus­zu­fin­den, wel­che prag­ma­ti­sche Funk­ti­on der Text, der die von Noah und sei­nen Söh­nen abstam­men­de Mensch­heit genea­lo­gisch dar­stellt, hat. Zu Hil­fe kam uns die Notiz über den Nim­rod, der ein gro­ßer Jäger vor dem „Herrn“ gewe­sen sei (Gen 10,8ff). Er kam aus Äthio­pi­en, leb­te dann aber in Meso­po­ta­mi­en, Babel. D. h., der „Herr“ ist auch Gott in Baby­lon – und Juden*, die den Text lesen, ver­ste­hen, dass der Gott Isra­els auch der Gott ande­rer Völ­ker ist, mit denen der Noah­bund geschlos­sen ist.
Die Poin­te ist, dass aber nicht nur Meso­po­ta­mi­en und Ägyp­ten erwähnt sind, son­dern auch die grie­chi­schen Inseln, was zur Datie­rung an das 5. bis 3. Jhdt. v. d. Z. den­ken lässt.

Die Got­tes­kon­zep­ti­on ist mono­the­is­tisch, der „Herr“ ist der ein­zi­ge Gott. Und was das heißt, ver­sucht die Tafel zu zei­gen.

Deu­tero­je­sa­ja

Ent­ste­hung

Im Unter­schied zum ers­ten Jesa­ja set­zen die Kapi­tel 40-55 vor­aus, dass die frü­her ange­sag­te Kata­stro­phe bereits ein­ge­tre­ten ist, viel mehr noch, die Zeit ist nun reif für eine grund­sätz­li­che Wen­de zum Guten. Die­se Kapi­tel sind dem­nach deut­lich spä­ter ent­stan­den, sie set­zen die Situa­ti­on des Exils vor­aus und ver­wei­sen bereits auf den Per­ser­kö­nig Kyros, der dem neu­ba­by­lo­ni­schen Reich, das Jeru­sa­lem zer­stört hat­te, das Ende berei­ten wird. Die Rück­wan­de­rung der Exu­lan­ten nach Isra­el wird nur erwar­tet, nicht als gesche­hen beschrie­ben, daher sind die Tex­te wohl vor 539 v. d. Z. ent­stan­den, wahr­schein­lich in Baby­lo­ni­en. Es ist mög­lich, dass „Deu­tero­je­sa­ja“ nicht ein ein­zel­ner Autor war, son­dern dass eine Schu­le von Pro­phe­ten hin­ter die­sen Tex­ten steht.

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23. Januar 2019

1Kor 11,3ff Die Haar­tracht der Frau­en als Gen­der­zei­chen

Semi­nar: Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments: Männ­li­che und weib­li­che Rede vom Gott im NT?
Leh­ren­der: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner
Pro­to­koll der Sit­zung vom 22.01.2019
The­ma der Sit­zung: Haar­tracht, 1 Kor 11,3ff.
Pro­to­kol­lan­tin: C. Alber­ti

1. Rück­blick auf die ver­gan­ge­ne Sit­zung:
Zu Beginn der Sit­zung wur­de kurz das Pro­to­koll der ver­gan­ge­nen Sit­zung the­ma­ti­siert.

S: Alle Semi­nar­teil­neh­mer fan­den die­ses sehr gut geglie­dert, aus­führ­lich und hilf­reich für den Nach­voll­zug der Sit­zung.
P: Die Beschäf­ti­gung in der letz­ten Sit­zung mit dem Text Mk 10,28ff. sei kein Zufall gewe­sen, da der Text sehr wich­tig sei, auch im Hin­blick auf die Fra­ge der Müt­ter. Laut Herrn Pött­ner feh­le im Pro­to­koll, dass die Dis­kus­si­on um die­sen Text in der ver­gan­ge­nen Sit­zung sehr kon­tro­vers war. Falls noch Dis­kus­si­ons­be­darf bestün­de, kön­ne in der heu­ti­gen Sit­zung dar­über noch wei­ter dis­ku­tiert wer­den.

2. Zum heu­ti­gen The­ma:
Die heu­ti­ge Text­ba­sis ist 1. Kor 11,3ff. Laut Prof. Dr. Pött­ner han­de­le es sich dabei um einen der wich­tigs­ten Tex­te, anhand derer man Fra­gen u. a. bezüg­lich der Betei­li­gung von Frau­en am Got­tes­dienst beur­tei­len kön­ne.

3 Ich will aber, dass ihr wisst, dass Chris­tus das Haupt eines jeden Man­nes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Chris­ti. 4 Ein jeder Mann, der betet oder pro­phe­tisch redet und hat etwas auf dem Haupt, der schän­det sein Haupt.5 Jede Frau aber, die betet oder pro­phe­tisch redet mit unbe­deck­tem Haupt, die schän­det ihr Haupt; denn es ist gera­de so, als wäre sie gescho­ren. 6 Will sie sich nicht bede­cken, so soll sie sich doch das Haar abschnei­den las­sen! Wenn es aber für die Frau eine Schan­de ist, dass sie das Haar abge­schnit­ten hat oder gescho­ren ist, soll sie sich bedecken.7 Der Mann aber soll das Haupt nicht bede­cken, denn er ist Got­tes Bild und Abglanz; die Frau aber ist des Man­nes Abglanz. 8 Denn der Mann ist nicht von der Frau, son­dern die Frau von dem Mann. 9 Und der Mann wur­de nicht geschaf­fen um der Frau wil­len, son­dern die Frau um des Man­nes wil­len. 10 Dar­um soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben um der Engel wil­len. 11 Doch im Herrn ist weder die Frau ohne den Mann noch der Mann ohne die Frau; 12 denn wie die Frau von dem Mann, so ist auch der Mann durch die Frau; aber alles von Gott. 13 Urteilt bei euch selbst: Steht es einer Frau wohl an, dass sie unbe­deckt vor Gott betet? 14 Lehrt euch nicht die Natur selbst, dass es für einen Mann eine Uneh­re ist, wenn er lan­ges Haar trägt, 15 aber für eine Frau eine Ehre, wenn sie lan­ges Haar hat? Das Haar ist ihr als Schlei­er gege­ben. 16 Ist aber jemand unter euch, der dar­über strei­ten will, so soll er wis­sen, dass wir die­se Sit­te nicht haben – und die Gemein­den Got­tes auch nicht.

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