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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


9. Dezember 2016

Eine naive und arrogante Wahl: postfaktisch …

 

Die Wahl des Wortes „postfaktisch“ zum Wort des Jahres 2016 ist eine trotzige, intellektuell hilflose Reaktion. Sie senkt das Niveau der Gesellschaft für deutsche Sprache auf das Niveau von Medien wie der Zeit ab. Vgl. zur Begründung Zitat der Woche, zweite Dezemberwoche. Sicher ist es für viele Menschen unangenehm, dass Donald Trump die Präsidentenwahl in den Vereinigten Staaten gewonnen hat. Was ich seitdem beobachte, ist der Sachverhalt, dass viele Menschen, die sich dazu äußern, über das Wahlmänner-System bei diesem Wahltyp nicht informiert sind.

Dass Trump gelogen hat, ist richtig. Aber was in der Begründung der Gesellschaft für deutsche Sprache ärgerlich ist, ist der Gegensatz von „Fakten“ und „Emotionen“ (ikonisch durch den Alt-68er-Dual von „Kopf“ vs. „Bauch“ dargestellt).

Die Wähler/inn/en von Trump erleben für ihr Leben wesentliche Fakten, die bei ihnen Wut auslösen. Diese Fakten werden aus ihrer Sicht in den Medien nahezu nicht repräsentiert. So verhält es sich auch mit PEGIDA und der AfD. Insofern ist die Entscheidung der Gesellschaft für deutsche Sprache m. E. eine alberne Festlegung, die von einem Gefühl der Arroganz ausgelöst sein dürfte. Sie ist aber bezogen auf die gesellschaftlichen Prozesse wahrnehmungsarm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8. Dezember 2016

Griechische Lektüre und Exegese des Johannesevangeliums (Uni Hd 05.12.)

Wir übersetzten 19,25-28 und 20,1-9. Segmentiert sieht das so aus:

19,25Εἱστήκεισαν δὲ παρὰ τῷ σταυρῷ τοῦ Ἰησοῦ ἡ μήτηρ αὐτοῦ

καὶ ἡ ἀδελφὴ τῆς μητρὸς αὐτοῦ,

Μαρία ἡ τοῦ Κλωπᾶ

καὶ Μαρία ἡ Μαγδαληνή.

26Ἰησοῦς οὖν ἰδὼν τὴν μητέρα

καὶ τὸν μαθητὴν παρεστῶτα

ὃν ἠγάπα,

λέγει τῇ μητρί·

γύναι,

ἴδε ὁ υἱός σου.

27εἶτα λέγει τῷ μαθητῇ·

ἴδε ἡ μήτηρ σου.

καὶ ἀπ’ ἐκείνης τῆς ὥρας ἔλαβεν ὁ μαθητὴς αὐτὴν εἰς τὰ ἴδια.

28Μετὰ τοῦτο εἰδὼς ὁ Ἰησοῦς

ὅτι ἤδη πάντα

ἵνα τελειωθῇ ἡ γραφή,

λέγει·

διψῶ.

201Τῇ δὲ μιᾷ τῶν σαββάτων Μαρία ἡ Μαγδαληνὴ ἔρχεται πρωῒ

σκοτίας ἔτι οὔσης εἰς τὸ μνημεῖον

καὶ βλέπει τὸν λίθον ἠρμένον ἐκ τοῦ μνημείου.

2τρέχει οὖν καὶ ἔρχεται πρὸς Σίμωνα Πέτρον

καὶ πρὸς τὸν ἄλλον μαθητὴν

ὃν ἐφίλει ὁ Ἰησοῦς

καὶ λέγει αὐτοῖς·

ἦραν τὸν κύριον ἐκ τοῦ μνημείου

καὶ οὐκ οἴδαμεν ποῦ ἔθηκαν αὐτόν.

3Ἐξῆλθεν οὖν ὁ Πέτρος

καὶ ὁ ἄλλος μαθητὴς

καὶ ἤρχοντο εἰς τὸ μνημεῖον.

4ἔτρεχον δὲ οἱ δύο ὁμοῦ·

καὶ ὁ ἄλλος μαθητὴς προέδραμεν τάχιον τοῦ Πέτρου

καὶ ἦλθεν πρῶτος εἰς τὸ μνημεῖον,

5καὶ παρακύψας

βλέπει κείμενα τὰ ὀθόνια,

οὐ μέντοι εἰσῆλθεν.

6ἔρχεται οὖν καὶ Σίμων Πέτρος ἀκολουθῶν αὐτῷ

καὶ εἰσῆλθεν εἰς τὸ μνημεῖον,

καὶ θεωρεῖ τὰ ὀθόνια κείμενα,

7καὶ τὸ σουδάριον,

ὃ ἦν ἐπὶ τῆς κεφαλῆς αὐτοῦ,

οὐ μετὰ τῶν ὀθονίων κείμενον

ἀλλὰ χωρὶς ἐντετυλιγμένον εἰς ἕνα τόπον.

8τότε οὖν εἰσῆλθεν καὶ ὁ ἄλλος μαθητὴς

ὁ ἐλθὼν πρῶτος εἰς τὸ μνημεῖον

καὶ εἶδεν καὶ ἐπίστευσεν·

9οὐδέπω γὰρ ᾔδεισαν τὴν γραφὴν

ὅτι δεῖ αὐτὸν ἐκ νεκρῶν ἀναστῆναι.

 

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5. Dezember 2016

Geschlechtergerechte Rede (TUD)

Seminar: Theologie des Neuen Testaments:
Geschlechtergerechte Rede von Gott
in der neutestamentlichen Exegese
Dozent: Prof. Dr. Pöttner
Protokollant: Alexander Ternes
Ort: TU Darmstadt, S422/4
Beginn und Ende: 09:50 – 11:20 Uhr
Teilnehmer: 6 Teilnehmer/innen Datum: 29.11.2016
In der Seminarsitzung am 29.11.2016 befassten wir uns mit dem dritten Kapitel „Von der Notwendigkeit, geschlechtergerecht von Gott zu reden“ des Buches „Gott Gewicht geben – Bausteine einer geschlechtergerechten Gotteslehre“ von Magdalene L. Frettlöh. Dabei wurde die Geschichte „Die Erschaffung der Welt“ (Genesis 1, 26-28) gelesen und interpretiert.
Nach der Seminareröffnung durch den Dozenten liest eine Teilnehmerin „Die Erschaffung der Welt“ (Genesis 1, 26-28) vor.
„Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land. Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.“
Die anschließende Frage einer Teilnehmerin, „warum Gott in dieser Bibelstelle von „Uns“ spricht“, beantwortet Herr Pöttner nicht eindeutig, da mehrere Interpretationen möglich sind. Demnach steht das „Uns“ für:
– den Pluralis Majestatis
– den himmlischen Hofstaat
– die Geschlechter männlich und weiblich
Die Überlegungen bezüglich des Geschlechtes werden im weiteren Verlauf genauer beschrieben. Dabei argumentiert der Dozent wie folgt. Gott ist als „plurales Wesen“ anzusehen, welches beide Geschlechter an sich trägt. Ein dafürsprechendes Argument ist die ursprünglich androgyne Erscheinung des Adam. Die Anmerkung einer Teilnehmerin, „das Gott demnach als Neutrum bezeichnet werden müsse“, verneint Herr Pöttner, da eine Differenzierung in grammatikalisches und biologisches Geschlecht berücksichtigt werden muss. In der Bibel ist neben der maskulinen auch vereinzelt feminine Rede von Gott vorzufinden. Beispiele dafür sind die „Mutterschößigkeit“ und dDas Stöhnen Gottes wie eine Gebärdende“. Mit Frettlöh, die diese Vergleiche als Verstoß gegen das Bilderverbot ansieht, bezeichnet der Seminarleiter solche Metaphern als zulässig. Lediglich eine Vergegenständlichung des Göttlichen ist verboten. Des Weiteren bestätigt Herr Pöttner, dass innerhalb der Bibel eine androzentrische Rede von Gott vorherrschend ist. (more…)

3. Dezember 2016

Das göttliche Licht (Zweiter Advent: 1Kor 4,1-5 [EfG Griesheim])

4 1 So sollt ihr uns einschätzen: Wir dienen dem Christus und uns ist die Verantwortung für die göttlichen Geheimnisse anvertraut. 2Nun denn: Diejenigen, denen eine Verantwortung übertragen ist, die müssen treu sein. 3Für mich ist es unwichtig, ob ich von euch oder einer menschlichen Gerichtsversammlung überprüft werde. Ich prüfe mich ja auch nicht selbst. 4Ich bin mir keiner Schuld bewusst, doch deshalb bin ich noch nicht gerechtfertigt. Der Herr allein prüft mich. 5Deshalb urteilt nicht vor der Zeit, ehe der Herr kommt und das von der Finsternis Verborgene in Licht tauchen und offenbar machen wird, wonach sich die Herzen sehnen. Dann werden alle von Gott anerkannt werden.

 

Liebe Gemeinde,

am zweiten Advent ein Gerichtstext, denn im Christentum wird diese Zeit nicht nur als Erinnerung an das Kommen Christi verstanden, sondern auch als Zeit der Erwartung des Wiederkommens Christi zum Gericht. (more…)

30. November 2016

Griechische Lektüre und Exegese des Johannesevangeliums (27.11. Uni Hd)

Wir übersetzten Joh 17,13-26. Der Text sieht segmentiert so aus:

13α  νῦν δὲ πρὸς σὲ ἔρχομαι

β     καὶ ταῦτα λαλῶ ἐν τῷ κόσμῳ

γ     ἵνα ἔχωσιν τὴν χαρὰν τὴν ἐμὴν πεπληρωμένην ἐν ἑαυτοῖς.

14aα ἐγὼ δέδωκα αὐτοῖς τὸν λόγον σου

aβ     καὶ ὁ κόσμος ἐμίσησεν αὐτούς,

bα     ὅτι οὐκ εἰσὶν ἐκ τοῦ κόσμου

bβ      καθὼς ἐγὼ οὐκ εἰμὶ ἐκ τοῦ κόσμου.

15aα οὐκ ἐρωτῶ

aβ   ἵνα ἄρῃς αὐτοὺς ἐκ τοῦ κόσμου,

b      ἀλλ’ ἵνα τηρήσῃς αὐτοὺς ἐκ τοῦ πονηροῦ.

16α ἐκ τοῦ κόσμου οὐκ εἰσὶν

β   καθὼς ἐγὼ οὐκ εἰμὶ ἐκ τοῦ κόσμου.

17α ἁγίασον αὐτοὺς ἐν τῇ ἀληθείᾳ·

β     ὁ λόγος ὁ σὸς ἀλήθειά ἐστιν.

18a καθὼς ἐμὲ ἀπέστειλας εἰς τὸν κόσμον,

bκἀγὼ ἀπέστειλα αὐτοὺς εἰς τὸν κόσμον·

19a καὶ ὑπὲρ αὐτῶν ἐγὼ ἁγιάζω ἐμαυτόν,

b     ἵνα ὦσιν καὶ αὐτοὶ ἡγιασμένοι ἐν ἀληθείᾳ.

20a Οὐ περὶ τούτων δὲ ἐρωτῶ μόνον,

ἀλλὰ καὶ περὶ τῶν πιστευόντων διὰ τοῦ λόγου αὐτῶν εἰς ἐμέ,

21a ἵνα πάντες ἓν ὦσιν,

b    καθὼς σύ,

c πάτερ,

d  ἐν ἐμοὶ κἀγὼ ἐν σοί,

e  ἵνα καὶ αὐτοὶ ἐν ἡμῖν ὦσιν,

fα ἵνα ὁ κόσμος πιστεύῃ

fβ ὅτι σύ με ἀπέστειλας.

22aα κἀγὼ τὴν δόξαν

aβ   ἣν δέδωκάς μοι

aγ   δέδωκα αὐτοῖς,

bα    ἵνα ὦσιν ἓν καθὼς ἡμεῖς ἕν·

23aα ἐγὼ ἐν αὐτοῖς

aβ  καὶ σὺ ἐν ἐμοί,

bα  ἵνα ὦσιν τετελειωμένοι εἰς ἕν,

cα  ἵνα γινώσκῃ ὁ κόσμος

cβ  ὅτι σύ με ἀπέστειλας

cγ  καὶ ἠγάπησας αὐτοὺς καθὼς ἐμὲ ἠγάπησας.

24a Πάτερ,

b     ὃ δέδωκάς μοι,

cα    θέλω

cβ    ἵνα ὅπου εἰμὶ ἐγὼ κἀκεῖνοι ὦσιν μετ’ ἐμοῦ,

d       ἵνα θεωρῶσιν τὴν δόξαν τὴν ἐμήν,

eα      ἣν δέδωκάς μοι

eβ      ὅτι ἠγάπησάς με πρὸ καταβολῆς κόσμου.

25a πάτερ δίκαιε,

b   καὶ ὁ κόσμος σε οὐκ ἔγνω,

c    ἐγὼ δέ σε ἔγνων,

dα  καὶ οὗτοι ἔγνωσαν

dβ  ὅτι σύ με ἀπέστειλας·

26aα καὶ ἐγνώρισα αὐτοῖς τὸ ὄνομά σου

aβ    καὶ γνωρίσω,

bα    ἵνα ἡ ἀγάπη

bβ    ἣν ἠγάπησάς με

bγ    ἐν αὐτοῖς ᾖ

bδ     κἀγὼ ἐν αὐτοῖς.

 

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28. November 2016

Geschlechtergerechte Rede von Gott (tud)

Theologie des Neuen Testaments: Geschlechtergerechte Rede von Gott in der neutestamentlichen Exegese
Protokoll vom 22.11.2016, geschrieben von Martin Eberlein
Zum Beginn der Sitzung wurde geklärt, ob es Rückfragen zum Protokoll der letzten Sitzung gibt. Da dies nicht der Fall war, konnte direkt mit dem heutigen Thema fortgefahren werden.
In der heutigen Sitzung haben wir zwei Texte betrachtet, den von Rudolf Bultmann – Welchen Sinn hat es von Gott zu reden?, S. 26-37 und den von Magdalene L. Frettlöh – Gott Gewicht geben, S. 155-158. (more…)

24. November 2016

Griechische Lektüre des Johannesevangeliums (21.11. Uni Hd)

Wir übersetzten Joh 17,1-12 – und erörterten erfreulich kontrovers auch theologische Themen, die der Text aufwirft. Segmentiert sieht das so aus:

17     1aα Ταῦτα ἐλάλησεν Ἰησοῦς

aβ  καὶ ἐπάρας τοὺς ὀφθαλμοὺς αὐτοῦ εἰς τὸν οὐρανὸν

aγ  εἶπεν·

b   πάτερ,

cα ἐλήλυθεν ἡ ὥρα·

cβ δόξασόν σου τὸν υἱόν,

d   ἵνα ὁ υἱὸς δοξάσῃ σέ,

2a καθὼς ἔδωκας αὐτῷ ἐξουσίαν πάσης σαρκός,

b   ἵνα πᾶν ὃ δέδωκας αὐτῷ δώσῃ αὐτοῖς ζωὴν αἰώνιον.

3α  αὕτη δέ ἐστιν ἡ αἰώνιος ζωὴ

β    ἵνα γινώσκωσιν σὲ τὸν μόνον ἀληθινὸν θεὸν

γ     καὶ ὃν ἀπέστειλας Ἰησοῦν Χριστόν.

4α   ἐγώ σε ἐδόξασα ἐπὶ τῆς γῆς τὸ ἔργον τελειώσας

β    ὃ δέδωκάς μοι

γ    ἵνα ποιήσω

5a καὶ νῦν δόξασόν με σύ,

b  πάτερ,

cα παρὰ σεαυτῷ τῇ δόξῃ

cβ ᾗ εἶχον πρὸ τοῦ τὸν κόσμον εἶναι παρὰ σοί.

6aαἘφανέρωσά σου τὸ ὄνομα τοῖς ἀνθρώποις

aβ  οὓς ἔδωκάς μοι ἐκ τοῦ κόσμου.

bα  σοὶ ἦσαν κἀμοὶ αὐτοὺς ἔδωκας

bβ  καὶ τὸν λόγον σου τετήρηκαν.

7α  νῦν ἔγνωκαν

β    ὅτι πάντα ὅσα δέδωκάς μοι παρὰ σοῦ εἰσιν·

8aα ὅτι τὰ ῥήματα

aβ  ἃ ἔδωκάς μοι δέδωκα αὐτοῖς,

bα  καὶ αὐτοὶ ἔλαβον

bβ  καὶ ἔγνωσαν ἀληθῶς

bγ  ὅτι παρὰ σοῦ ἐξῆλθον,

cα  καὶ ἐπίστευσαν

cβ  ὅτι σύ με ἀπέστειλας.

9a  Ἐγὼ περὶ αὐτῶν ἐρωτῶ,

bα  οὐ περὶ τοῦ κόσμου ἐρωτῶ

bβ  ἀλλὰ περὶ ὧν δέδωκάς μοι,

c   ὅτι σοί εἰσιν,

10aα καὶ τὰ ἐμὰ πάντα σά ἐστιν

aβ    καὶ τὰ σὰ ἐμά,

b     καὶ δεδόξασμαι ἐν αὐτοῖς.

11a  καὶ οὐκέτι εἰμὶ ἐν τῷ κόσμῳ,

b     καὶ αὐτοὶ ἐν τῷ κόσμῳ εἰσίν,

c   κἀγὼ πρὸς σὲ ἔρχομαι.

d   πάτερ ἅγιε,

eα  τήρησον αὐτοὺς ἐν τῷ ὀνόματί σου

eβ  ᾧ δέδωκάς μοι,

f     ἵνα ὦσιν ἓν καθὼς ἡμεῖς.

12aα ὅτε ἤμην μετ’ αὐτῶν ἐγὼ ἐτήρουν αὐτοὺς ἐν τῷ ὀνόματί σου

aβ    ᾧ δέδωκάς μοι,

b     καὶ ἐφύλαξα,

c      καὶ οὐδεὶς ἐξ αὐτῶν ἀπώλετο εἰ μὴ ὁ υἱὸς τῆς ἀπωλείας,

d     ἵνα ἡ γραφὴ πληρωθῇ. (more…)

17. November 2016

Bilderverbot (TUD 15.11.)

Protokoll Neues Testament

von Lisa Eckert

 

Abschnitt über die Gottebenbildlichkeit

Das Bilderverbot, S. 173-187

 

Die Sitzung am 15.11.2016 handelte vom Gottesbildverbot.

 

Einleitend sind wir auf Exodus 32 eingegangen. Dort wird beschrieben, wie das israelitische Volk seinen aus Ägypten mitgebrachten Goldschmuck ablegte, ins Feuer warf, daraus ein Kalb formte und schließlich anbetete. Dieses Jungstierbild stellt ein Bild für JHWH dar und das Kalb soll die Götter darstellen, die das Volk der Israeliten aus Ägypten herausgeführt haben.

Dies wurde vom Herrn nicht für ,gut‘ empfunden. Mose trat daher als prophetischer Vermittler auf und versuchte den Herrn zu mäßigen.

 

Was soll das bedeuten? Magdalene Frettlöh hat in ihrem Buch: „Gott Gewicht geben“, verschiedene Ansätze diesbezüglich ins Auge gefasst:

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16. November 2016

Griechische Lektüre und Exegese des Johannesevangeliums (Uni Hd 14.11.)

Wir übersetzten Joh 3,15-36. Das sieht segmentiert so aus:

15  ἵνα πᾶς ὁ πιστεύων ἐν αὐτῷ ἔχῃ ζωὴν αἰώνιον.

16  a  οὕτως γὰρ ἠγάπησεν ὁ θεὸς τὸν κόσμον,

b ὥστε τὸν υἱὸν τὸν μονογενῆ ἔδωκεν,

cα ἵνα πᾶς ὁ πιστεύων εἰς αὐτὸν

cβ μὴ ἀπόληται

cγ ἀλλ’ ἔχῃ ζωὴν αἰώνιον.

17  aα οὐ γὰρ ἀπέστειλεν ὁ θεὸς τὸν υἱὸν εἰς τὸν κόσμον

aβ ἵνα κρίνῃ τὸν κόσμον,

b   ἀλλ’ ἵνα σωθῇ ὁ κόσμος δι’ αὐτοῦ.

18  a ὁ πιστεύων εἰς αὐτὸν οὐ κρίνεται·

b ὁ δὲ μὴ πιστεύων ἤδη κέκριται,

c ὅτι μὴ πεπίστευκεν εἰς τὸ ὄνομα τοῦ μονογενοῦς υἱοῦ τοῦ θεοῦ.

19  aα αὕτη δέ ἐστιν ἡ κρίσις

aβ ὅτι τὸ φῶς ἐλήλυθεν εἰς τὸν κόσμον

aγ καὶ ἠγάπησαν οἱ ἄνθρωποι μᾶλλον τὸ σκότος ἢ τὸ φῶς·

b   ἦν γὰρ αὐτῶν πονηρὰ τὰ ἔργα.

20  aα πᾶς γὰρ ὁ φαῦλα πράσσων μισεῖ τὸ φῶς

aβ καὶ οὐκ ἔρχεται πρὸς τὸ φῶς,

b   ἵνα μὴ ἐλεγχθῇ τὰ ἔργα αὐτοῦ·

21  aα  ὁ δὲ ποιῶν τὴν ἀλήθειαν

aβ ἔρχεται πρὸς τὸ φῶς,

bα ἵνα φανερωθῇ αὐτοῦ τὰ ἔργα

bβ ὅτι ἐν θεῷ ἐστιν εἰργασμένα.

22  aα Μετὰ ταῦτα ἦλθεν ὁ Ἰησοῦς

aβ καὶ οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ εἰς τὴν Ἰουδαίαν γῆν

aγ καὶ ἐκεῖ διέτριβεν μετ’ αὐτῶν

aδ καὶ ἐβάπτιζεν.

23  a   Ἦν δὲ καὶ ὁ Ἰωάννης βαπτίζων ἐν Αἰνὼν ἐγγὺς τοῦ Σαλείμ,

b    ὅτι ὕδατα πολλὰ ἦν ἐκεῖ,

cα καὶ παρεγίνοντο

cβ  καὶ ἐβαπτίζοντο·

24     οὔπω γὰρ ἦν βεβλημένος εἰς τὴν φυλακὴν ὁ Ἰωάννης.

25     Ἐγένετο οὖν ζήτησις ἐκ τῶν μαθητῶν Ἰωάννου

μετὰ Ἰουδαίου περὶ καθαρισμοῦ.

26  aα καὶ ἦλθον πρὸς τὸν Ἰωάννην

aβ καὶ εἶπαν αὐτῷ·

b  ῥαββί,

c  ὃς ἦν μετὰ σοῦ πέραν τοῦ Ἰορδάνου,

d  ᾧ σὺ μεμαρτύρηκας,

eα ἴδε οὗτος βαπτίζει

eβ καὶ πάντες ἔρχονται πρὸς αὐτόν.

27  aα Ἀπεκρίθη Ἰωάννης

aβ  καὶ εἶπεν·

bα  οὐ δύναται ἄνθρωπος λαμβάνειν οὐδὲ ἓν

bβ  ἐὰν μὴ ᾖ δεδομένον αὐτῷ ἐκ τοῦ οὐρανοῦ.

28  aα  αὐτοὶ ὑμεῖς μοι μαρτυρεῖτε

aβ ὅτι εἶπον [ὅτι]

aγ  οὐκ εἰμὶ ἐγὼ ὁ χριστός,

b   ἀλλ’ ὅτι ἀπεσταλμένος εἰμὶ ἔμπροσθεν ἐκείνου.

29  aα ὁ ἔχων τὴν νύμφην

aβ νυμφίος ἐστίν·

aγ ὁ δὲ φίλος τοῦ νυμφίου ὁ ἑστηκὼς

aδ καὶ ἀκούων αὐτοῦ χαρᾷ χαίρει διὰ τὴν φωνὴν τοῦ νυμφίου.

b  αὕτη οὖν ἡ χαρὰ ἡ ἐμὴ πεπλήρωται.

30  a ἐκεῖνον δεῖ αὐξάνειν,

b ἐμὲ δὲ ἐλαττοῦσθαι.

31  a Ὁ ἄνωθεν ἐρχόμενος ἐπάνω πάντων ἐστίν·

bα ὁ ὢν ἐκ τῆς γῆς ἐκ τῆς γῆς ἐστιν

bβ καὶ ἐκ τῆς γῆς λαλεῖ.

c   ὁ ἐκ τοῦ οὐρανοῦ ἐρχόμενος [ἐπάνω πάντων ἐστίν]·

32  aα ὃ ἑώρακεν καὶ ἤκουσεν

aβ τοῦτο μαρτυρεῖ,

b   καὶ τὴν μαρτυρίαν αὐτοῦ οὐδεὶς λαμβάνει.

33aαὁ λαβὼν αὐτοῦ τὴν μαρτυρίαν

aβ ἐσφράγισεν ὅτι

aγ ὁ θεὸς ἀληθής ἐστιν.

34  a   ὃν γὰρ ἀπέστειλεν ὁ θεὸς τὰ ῥήματα τοῦ θεοῦ λαλεῖ,

b   οὐ γὰρ ἐκ μέτρου δίδωσιν τὸ πνεῦμα.

35  aα ὁ πατὴρ ἀγαπᾷ τὸν υἱὸν

aβ καὶ πάντα δέδωκεν ἐν τῇ χειρὶ αὐτοῦ.

36  a   ὁ πιστεύων εἰς τὸν υἱὸν ἔχει ζωὴν αἰώνιον·

b   ὁ δὲ ἀπειθῶν τῷ υἱῷ οὐκ ὄψεται ζωήν,

c aλλ’ ἡ ὀργὴ τοῦ θεοῦ μένει ἐπ’ αὐτόν.

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12. November 2016

Geschlechtergerechte Rede (TUD)

Protokoll von Elisa Schneider

Theologie des Neuen Testaments –

Geschlechtergerechte Rede von Gott in der neutestamentlichen Exegese

 

In der letzen Sitzung vom 07.11. haben wir das Kapitel „Kavodologisch und geschlechtergerecht von Gott reden im Horizont des Bilderverbots“, aus dem Buch von Magdalene F. Frettlöh behandelt. Dabei ging es um die geschlechtergerechte Bezeichnung von Gott.

Frau Frettlöh orientiert sich an dem Begriff Herr und Herrlichkeit und daran diskutiert sie die geschlechtergerechte Dabatte. Die Übersetzung der Septuaginta des hebräischen Tetragramms lautet kyrios = Herr. Das ist eine androzentrische Form von Gottesrede. Sie beschreibt in diesem Kapitel, dass Gott jenseits dieser Geschlechterdifferenz steht. Sie spricht daher in einer weiblichen Form von Gott im Sinne von Sie-Gott oder in der männlichen Form von Er-Gott, dadurch versucht sie beides zu erwähnen und einzubringen.
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