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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


22. Juni 2016

Veranstaltungen in Darmstadt

 

2. Bergpredigt

Wir nahmen die Passagen nach 7,6 zur Kenntnis und schlossen die Lektüre ab. Ab der nächsten Sitzung wenden wir uns einigen Texten noch einmal verstärkt zu. Die Diskussion war sehr intensiv – und das zeigte, dass der Text bei den Teilnehmer/inne/n etwas auslöst und zur Stellungnahme animiert.

7,7ff erkannten wir als ein weiteres Beispiel für Schöpfungsvertrauen, wie er bei den Lilien und den Vögeln vorliegt. (more…)

Veranstaltungen in Darmstadt

1.   Johannesevangelium

Das Johannesevangelium hat andere Darstellungsweisen in der Erzählung,  z. B. geht Jesus drei Mal nach Jerusalem (wohl zum Passafest) statt ein Mal wie bei den Synoptikern. Dazu kommt, dass es keine Abendmahltexte wie bei den Synoptikern gibt, stattdessen findet sich in Joh 13 das Ritual der Fußwaschung beim letzten gemeinsamen Mahl. (more…)

19. Juni 2016

Einführung in die Hermeneutik des Neuen Testaments VII

Charles Sanders Peirce (1839-1914)

Verehrte Damen und Herren,

ich begrüße Sie zum § 7.

  1. Das Problem der Extravaganz
  2. Die Rede vom „Aufstehen des Menschensohns“ im Kontext von Mk 16,1-8: eine narrative Leerstelle als Raum für die Darstellung des Vertrauens auf das Evangelium
  3. Rückfragen

1.  Das Problem der Extravaganz

Zunächst argumentiere ich für einen an Schleiermacher orientierten Hintergrund – und gehe dann auf den verwandten Ansatz von Charles Peirce ein, der dann m. E. einen plausiblen Vorschlag macht, wie doch einige religiöse Zeichenkomplexe zu verstehen sind. Es geht also hermeneutisch um ein Problem der Fremdheit der Zeichen. (more…)

16. Juni 2016

Veranstaltungen in Darmstadt

2.  Mt 6,25-7,6

Mt 6,25ff sind das existenzielle Zentrum der Jesustradition. Denn hier wird unterschieden, was lebenswichtig ist, wie man/frau sich angesichts dessen verhalten sollte – und wie der negative existenzielle Horizont aussieht. Es geht um das Sorgen, wobei es um die alltägliche Nahrung und Kleidung geht – wovon auch das Vater-Unser handelt. (more…)

15. Juni 2016

Veranstaltungen in Darmstadt

1.  Matthäusevangelium

Das Matthäusevangelium greift auf Markus und die Logienquelle (Q) zurück, dazu kommt Sondergut. Nach Bormann sind es vor allem apologetische Legenden, m. E. aber eher mythoi. (more…)

12. Juni 2016

Veranstaltungen am (TUD)

Protokoll vom 07.06.2016 geschrieben von Martin Eberlein

Zu Beginn der Sitzung haben wir geklärt, ob es Rückfragen zum Protokoll der letzten Sitzung gibt. Da dies nicht der Fall war, konnten wir direkt mit dem heutigen Thema fortfahren.

Da wir uns am Vorgehen von Lukas Bormann orientieren, beschäftigten wir uns mit dem Lukasevangelium. (more…)

§ 6 Bildlichkeit

Kinderzeichnung von „Gott“

 

 

Verehrte Damen und Herren,

 

ich begrüße Sie zum § 6 der Vorlesung zur „Einführung in die Hermeneutik des Neuen Testaments“. Das Handout bringe ich mit.

Die Vorlesung hat vier Abschnitte:

 

1 . Kurze Hinführung

2 Gen 1,26f LXX als hermeneutischer Ausgangspunkt für die Rede von „Bildlichkeit“ in der Bibel

3 Der Hinweis Wittgensteins

4 Der „aufgeweckte Gekreuzigte‘‘ als Bild Gottes und seine Schwestern und Brüder

5. Rückfragen und eigentständige Beiträge (more…)

8. Juni 2016

Veranstaltungenin Darmstadt (07.06.)

1.  Bibelkunde (Lukas-Evangelium)

Nach allgemeiner Überzeugung haben Matthäus (Mt) und Lukas (Lk) das Markusevangelium (Mk) fortgeschrieben und mit anderen Texten aus der Redenquelle (Q) und weiterem Sondergut (Mt-S bzw. Lk-S) verknüpft. (more…)

5. Juni 2016

Veranstaltungen am 31.05. (TUD)

Einführung in die exegetischen Methoden:  Die Bergpredigt

Protokoll vom 31.05.2016 geschrieben von Martin Eberlein

Zum Beginn der Sitzung haben wir geklärt, ob es noch Rückfragen zum Protokoll der letzten Sitzung gibt. Da dieses nicht der Fall war konnten wir direkt mit dem heutigen Thema fortfahren.

In der heutigen Sitzung haben wir zwei Abschnitte der Bergpredigt behandelt. (more…)

Veranstaltungen am 31.05. (TUD)

Protokoll vom 31.05.16 von Dora Wertag

Markusevangelium        

Thema der Sitzung ist das Markusevangelium, abgekürzt auch Mk oder Mark. Es ist das zweite Evangelium des neuen Testaments.

In Bormanns Bibelkunde werden zunächst die Formen der synoptischen Evangelien beschrieben. Synoptische Traditionen sind keine Augenzeugenberichte, sondern die verschiedenen Evangelien laufen viel eher nebeneinander her und lassen sich gegenüberstellen. Weshalb die Wurzeln des Synoptikers im Wort Synopse liegt, was so viel bedeutet wie das vergleichende Gegenüberstellen von Texten. Sie finden sich bei den Synoptikern des Markus-, Matthäus- und Lukasevangelium wieder.

Im Markusevangelium geht es ins besondere um drei bestimmte Formen der synoptischen Tradition.  Weisheitssprüche, Prophetische Worte und Gesetzesworte und Gemeinderegeln.

Die Sprache des Markusevangelium ist überwiegend von der rhetorischen Kommunikationsweise geprägt. Heute meint man, dass die vier rhetorisch häufig verwendeten Kleingattungen Parabel, Gnome/Sinnspruch, Parabel und mythos (fabula) den Hintergrund der synoptischen Evangelien bilden. Das Teile der Geschichte historisch relevant waren, war eher zweitrangig. In der Schule in Griechenland lernte man Mythen wie beispielsweise den Kampf um Troja. Man lernte im weiteren Verlauf Mythen auszulegen und weiterzugeben. Evangelien sind keine historischen Erzählungen, sondern sie präsentieren Jesus unterschiedlich um zu verdeutlichen wie relevant dieser Jesus ist. Jesus könnte im entferntesten Sinne gleichgestellt werden mit Sokrates. Er diente als Vermittler von Weisheiten und Wissen. Tradition nach Bultmann: Bultmann war der Meinung, dass Texte der urchristlicher Tradition wichtig sind, weil sie häufig  verwendete Traditionen einschließen, außerdem seien sie auf wiederkehrende Situationen zurückzuführen.

Einige weitere ähnlich gegenüberstellende Situationen spiegeln sich im Kapitel der Sturmstillund und der Kreuzigung Jesus. Während eines heftigen Sturms schläft Jesus auf dem Schiff, die Jünger sind ganz außer sich vor Angst und flehen nahezu um Hilfe. Jesus, der die Ruhe selbst ist, antwortete daraufhin selbstsicher, ob die Jünger denn nicht glauben. Er mit seinem Glauben hat den Sturm gestillt. Vor der Kreuzigung im Markusevangelium ist es Jesus der eine Todesangst verspürt und die Jünger sitzen beruhigt zu Tisch.

 

Der Glaube der sich auf Jesus bezieht, trägt sich zwar in den drei ersten Evangelien unterschiedlich aus, dennoch gehen alle drei Evangelien vom Tod des Jesus aus, um zu verdeutlichen, wie wichtig er für diese Abhandlung ist. Ohne den Tod wäre Jesus nicht in dem Ausmaß vorstellbar. Er beweist seine Güte und sich selbst durch seine positiven Handlungen in Bezug auf die Kreuzigung. Jesus gibt sein Leben sich für die Jünger, für die Menschen. Jesus wird im Markusevangelium als menschliche Gestalt dargestellt, welche den Menschen dient, die belehrt und sich für die Menschheit.  Überwiegend wird das Leben Jesu und sein Tod verdeutlicht. Dieser Teil weist eine positive Wirkung aufs Judentum auf. Im Markusevangelium wird deutlich gemacht, dass Jesus von Nazareth ein Jude war. Der Gottesglauben ist eine Fortschreibung des Alten Testaments.

Das Kapitel 16 des Markusevangeliums handelt von der Auferstehung des Jesus Christus. Es beschreibt eine Szene in der die Frauen als treue Sucherinnen an den Ort der Auferstehung gelangen um Jesus zu salben. Als sie jedoch vor dem Grab stehen, erwartet sie einer eine leuchtende Gestalt mit der Aussage, Jesus sei auferstanden. Die Frauen sind zu tiefst beängstigt.
An dieser Stelle endet das Markusevangelium in den ältesten Schriften. Es wird vermutet, dass der ein weiterer Teil des Markusevangeliums  verloren ging und erst später veröffentlicht wurde. Oder aber das der Teil der Kreuzigung als Ende der Evangelisten genutzt wurde um die Kreuzestheologie zu unterstreichen.