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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


16. November 2018

Das gol­de­ne Kalb Darm­stadt

Pro­to­koll zur Sit­zung am 30.10.2018
Semi­nar: Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments: Männ­li­che und weib­li­che Rede vom Gott im NT?
The­ma der Sit­zung: Das gol­de­ne Kalb
Pro­to­kol­lan­tin: E. B.

  1. Orga­ni­sa­to­ri­sches

Vor Semi­nar­be­ginn gibt Herr Prof. Dr. Pött­ner bekannt, dass er am 11.12.2018 einen Vor­trag zum The­ma: „Geschlech­ter­kampf“, hält. Die­ser fin­det zur gewohn­ten Semi­nar­zeit statt.
Es gilt zu beach­ten, dass die nächs­ten bei­den Sit­zun­gen aus­fal­len. Bis zum nächs­ten Mal sind fol­gen­de Tex­te zu lesen: Mag­da­le­ne Frett­löh: „Gott Gewicht geben“ & Rudolf Bult­mann: „Glauben+Verstehen“. Die­se befin­den befin­den sich auf Tucan.

  1. Semi­narin­hal­te

Wie­der­ho­lung: Die Seminarteilnehmer/innen bespre­chen sich über das Pro­to­koll und die Inhal­te des Semi­nars der letz­ten Woche. Das Weis­heits­ver­ständ­nis wur­de nur schwer ver­stan­den und wird zu Beginn die­ser Sit­zung noch­mals auf­ge­grif­fen und erläu­tert. Fol­gen­de Fra­ge hat sich erge­ben: Ist die Weis­heit eine gött­li­che, per­so­na­le Figur?
Eine Ant­wort fin­den wir in: Sprü­che 8,22

22 Der HERR hat mich schon gehabt im Anfang sei­ner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbe­ginn her. 23 Ich bin ein­ge­setzt von Ewig­keit her, im Anfang, ehe die Erde war. 24 Als die Tie­fe noch nicht war, ward ich gebo­ren, als die Quel­len noch nicht waren, die von Was­ser flie­ßen. 25 Ehe denn die Ber­ge ein­ge­senkt waren, vor den Hügeln ward ich gebo­ren, 26 als er die Erde noch nicht gemacht hat­te noch die Flu­ren dar­auf noch die Schol­len des Erd­bo­dens. 27 Als er die Him­mel berei­te­te, war ich da, als er den Kreis zog über der Tie­fe, 28 als er die Wol­ken dro­ben mäch­tig mach­te, als er stark mach­te die Quel­len der Tie­fe, 29 als er dem Meer sei­ne Gren­ze setz­te und den Was­sern, dass sie nicht über­schrei­ten sei­nen Befehl; als er die Grund­fes­ten der Erde leg­te …

Hier fällt auf, dass per­so­nal von Gott bespro­chen wird. In der christ­li­chen Dog­ma­tik ist Gott wei­se (der ero­ti­sche Charme fällt jedoch dabei raus). Durch Geschich­ten wie die der Weis­heit Salo­mos kom­men wir auf den Ent­schluss, dass die Schöp­fung in die Weis­heit ein­ge­senkt wird. Im Juden­tum wird ersicht­lich, dass die Weis­heit eine weib­li­che Figur ist (in der grie­chi­schen Über­set­zung ist die Rede von Sophia). Das was die Chris­ten wie­der­um den Sohn nen­nen ist, eine Reprä­sen­ta­ti­on der Weis­heit (in Johan­nes-Evan­ge­li­um und 1. Korin­ther). Von Gott wird meist nur in männ­li­chen Meta­phern gespro­chen.

In der heu­ti­gen Sit­zung wird das The­ma „Das gol­de­ne Kalb“ (2. Mose 32,1-4) behan­delt.

Nach­dem Mose auf dem Berg Sinai die Zehn Gebo­te erhielt, wird das Volk am Fuß des Ber­ges unru­hig, weil Mose nicht wie­der­zu­kom­men scheint. Die Israe­li­ten for­der­ten dar­auf­hin Aaron, den Ver­tre­ter Moses, einen neu­en Gott zu erstel­len, wel­cher das Volk nun anführ­te. Und so kam es, dass Aaron aus dem getra­ge­nen ägyp­ti­schen Gold­schmuck der Israe­li­ten das gol­de­ne Kalb gießt.
Das Volk nahm die­ses Kalb freu­dig ent­ge­gen und sag­te: „Das sind dei­ne Götter, Isra­el, die dich aus Ägypten heraufgeführt haben.“ (Ex 32, 4)

Das aus dem Feu­er ent­stan­de­ne Kalb als Inbe­griff von Fruchtbarkeit/Potenz und Kraft war u. a. in Ägypten ein hei­li­ges Tier. In die­sem Fall sym­bo­li­siert es Gott und deren Kraft, wel­cher Isra­el aus Ägyp­ten geführt hat. Von die­sem Gott JHWH ist hier plu­ra­lisch als von Göt­tern die Rede, obwohl sich ein Bild nur auf einen Gott bezie­hen kann (je nach Über­set­zung unter­schied­lich auf­ge­führt!).
Das Volk hält die Abwe­sen­heit von Gott nicht aus und braucht des­halb die­ses Göt­zen­bild, wel­ches ihnen von nun an Halt geben soll. Die Israe­li­ten ver­sto­ßen damit gegen das Bil­der­ver­bot und ver­är­gern den Herrn mit die­ser Kalbs­sta­tue. Er selbst möch­te kei­ne Sym­bo­lik ver­mit­teln und zeigt sich bei­spiels­wei­se in Gene­sis als Feu­er in einem Dorn­busch. Zudem wird nach Gene­sis 1 auf­ge­zeigt, dass die Men­schen nach dem Bil­des Got­tes gemacht sind (nicht umge­kehrt). Die Men­schen exis­tie­ren, weil Gott vie­le mensch­li­che Eigen­schaf­ten hat.

Fra­ge: Doch was war – laut jüdi­scher Auf­fas­sung – das gefähr­li­che dar­an sich ein Bild Got­tes zu machen?

Zum einen schlie­ßen die Seminarteilnehmer/innen auf den mate­ri­el­len Aspekt. Aller­dings geht es bei Deu­te­ro­no­mi­um 4 nicht um die­sen. Viel mehr geht es dar­um, dass Gott in Bewe­gung ist. D. h., man kann Gott nicht an einem Punkt fest­ma­chen, was einen sehr wich­ti­gen Punkt des Bil­der­ver­bo­tes dar­stellt.
Die Seminarteilnehmer/innen erken­nen an die­sem Punkt ein gewal­ti­ges Span­nungs­feld. Denn mit dem Glau­ben an Gott ent­ste­hen auto­ma­tisch indi­vi­du­el­le Bil­der, wel­che an die jewei­li­gen Situa­tio­nen geknüpft sind. Sonst blie­be Gott eine Leer­stel­le und unser Glau­be leb­te wie blind.
Herr Prof. Dr. Pött­ner sagt, es sei auch in Ord­nung dies zu tun, aller­dings darf man die­ses Bild nicht als das Ein­zi­ge und Rich­ti­ge erklä­ren.

14. November 2018

Spar­ta­kus­bund – Rosa Luxem­burg

Rosa Luxem­burgs Spar­ta­kus­text

Die Revo­lu­ti­on ist gesche­hen, aber nur halb.

Sie plä­diert für ein

 Räte­sys­tem, das vor allem die alten Trup­pen ent­waff­net. Es soll dann eine von den Räten kon­trol­lier­te Armee geben.
 Alle Macht geht von der Arbei­ter­klas­se aus, der Spar­ta­kus­bund ist nach­ge­ord­net, ein nicht-leni­nis­ti­sches Modell.
 Das marx­sche Modell wird schnell ver­wirk­licht, genos­sen­schaft­li­che Arbeit, Sechs-Stun­den-Tag !
 Die Arbei­ter wer­den zu frei­en, selbst­tä­ti­gen Men­schen.
 Kein Ter­ror!
Man­ches ken­nen wir schon aus ihrem Text zur rus­si­schen Revo­lu­ti­on.
Das wird von ihr kon­se­quent fest­ge­hal­ten, sie fand den von Karl Lieb­knecht pro­pa­gier­ten Spar­ta­kus­bund-Auf­stand nicht vor­be­rei­tet genug, er hat­te auch kei­ne hin­rei­chen­de Reso­nanz in der Arbei­ter­schaft. Das war mit den Prin­zi­pi­en des Tex­tes nicht ver­ein­bar.

10. November 2018

Clau­de Lévi-Strauss (1908-2009)

 

 


Es ist wich­tig, Lévi-Strauss als Phi­lo­so­phen zu dis­ku­tie­ren, weil er bemüht war, die Kul­tu­ren außer­eu­ro­päi­scher Men­schen zu ver­ste­hen, ins­be­son­de­re süd- bzw. mit­tel­ame­ri­ka­ni­scher India­ner­stäm­me. Zu Lévi-Strauss‘ Bil­dungs­gang vgl. hier.

Der semio­tisch und her­me­neu­tisch inter­es­sier­te Phä­no­me­no­lo­ge Paul Ricœur nahm ihn gera­de phi­lo­so­phisch ernst, Lévi-Strauss selbst hat zuletzt rück­bli­ckend geäu­ßert, er habe zei­gen wol­len, dass die Men­schen zu allen Zei­ten gleich gut gedacht hät­ten. (Sehen Hören Lesen, 1993) Kon­kret befass­te er sich mit mythi­schen Erzäh­lun­gen, sam­mel­te die Vari­an­ten die­ser Erzäh­lun­gen – und ver­such­te sie mit Ritua­len zu ver­bin­den: Mythen und Ritua­le gehö­ren für ihn stets zusam­men. In den Ritua­len wer­den die Mythen hand­lungs­mä­ßig dar­ge­stellt. Die Gemein­schaf­ten kom­mu­ni­zie­ren in den Ritua­len, wie sie sich selbst ver­ste­hen. (more…)

8. November 2018

Johan­nes 17

Wir began­nen mit einer Erin­ne­rung an Joh 3,14f, wo auf Num 21,8f ange­spielt wird – und das Hoch­he­ben der Schlan­ge aus Erz durch Mose mit dem Erhöht­wer­den Jesu ans Kreuz ver­gli­chen wird. Offen­bar ist die Schlan­ge, die einer­seits für die vom Herrn als Stra­fe gesand­ten Schlan­gen steht, ein ret­ten­des Hilfs­mit­tel für die­je­ni­gen, die sie anse­hen bzw. anschau­en. Sie ster­ben nicht am Schlan­gen­gift. So ver­hält es sich auch mit Chris­tus. Die Lie­be Got­tes zur Welt wird über das gewalt­sa­me Lei­den Chris­ti ver­wirk­licht. Zu Gen 2f vgl. hier. Chris­tus wie die Schlan­ge müs­sen mit­hin eine Dop­pel­struk­tur ent­hal­ten. Zum einen bezeich­nen sie die nega­ti­ve Struk­tur des bedroh­ten Lebens (Schlan­gen­biss, töd­li­che Got­tes­fer­ne). Zum ande­ren bezeich­nen sie auch mit­tels des Hoch­he­bens bzw. der Erhö­hung ans Kreuz die Ret­tung: Die Gebis­se­nen über­le­ben, sofern sie die Schlan­ge anschau­en – und die Glau­ben­den errei­chen das ewi­ge Leben. Zur mythi­schen Struk­tur der Pro­blem­ge­schich­te, die dem zugrun­de liegt, vgl. hier.
Der Glau­be ist nicht als Ent­schei­dung zu ver­ste­hen, wie die Geburts­me­ta­pho­rik in Joh 1,13, aber auch in Joh 3,1ff m. E. zwin­gend zu ver­ste­hen gibt. Nie­mand ent­schei­det sich dazu, gebo­ren zu wer­den. Die pie­tis­ti­sche bzw. evan­ge­li­ka­le Gegen­po­si­ti­on wider­spricht nicht nur Luther, son­dern auch Johan­nes und Pau­lus. Eher könn­te Lk mit sei­ner Rede von der Umkehr die­sen Auf­fas­sun­gen hel­fen. Rich­tig bleibt aber wahr­schein­lich, dass das Johan­nes­evan­ge­li­um wohl nicht aus­schließt, dass eine von oben Gebo­re­ne sich trotz­dem abwen­det.
Zum grie­chi­schen Text von Joh 17 vgl. hier und hier.

(more…)

5. November 2018

Frank­reich I Bad Rap­penau

I. Pro­gramm


Die Abbil­dung 1 zeigt den Inhalt bei­der Semes­ter.


Die fran­zö­si­sche Phi­lo­so­phie ist vor allem durch den Gegen­satz von Phä­no­me­no­lo­gie und Struk­tu­ra­lis­mus bestimmt. Anders als in Deutsch­land dient häu­fig als Hin­ter­grund eine (posi­ti­ve) Aus­ein­an­der­set­zung mit Rene Des­car­tes, was aber auch bei Husserl der Fall war. Der Struk­tu­ra­lis­mus ist die „fran­zö­si­sche“ Vari­an­te der Semio­tik, die zunächst von dem Schwei­zer Lin­gu­is­ten Fer­di­nand de Saus­su­re aus­ge­löst wur­de. Nach Roland Bart­hes ist die Ord­nung der Zei­chen für alle Zei­chen­for­men durch die sprach­li­chen Zei­chen bestimmt. Das war zuvor von Charles Peirce in den 1860er Jah­ren wider­legt wor­den. Seit Umber­to Eco, Ein­füh­rung in die Semio­tik, 1975, wird Peirce auch im struk­tu­ra­len Dis­kurs akzep­tiert. Hier wird in der nächs­ten Woche mit Clau­de Levi-Strauss ein Bei­spiel gewählt, das man­che Vor­ur­tei­le gegen die Struk­tu­ra­lis­ten infra­ge stellt. Er ist der wich­tigs­te Ver­tre­ter der Mythos­for­schung und hat wesent­li­che Bei­trä­ge zur Erzähl­for­schung gelie­fert.
Das zwei­te Semes­ter bie­tet aus­ge­wähl­te Ver­tre­ter der Ent­wick­lung. Die Phä­no­me­no­lo­gie bil­det in Frank­reich mit Jean-Paul Sart­re eine ent­schie­den exis­ten­zia­lis­ti­sche Vari­an­te aus, wel­che die m. E. auf­schluss­reichs­te Posi­ti­on des Frei­heits­pro­blems dar­stellt. Mit Albert Camus tritt das Absur­di­täts­pro­blem hin­zu, das durch­aus schon in anti­ken Äuße­run­gen fest­ge­stellt wer­den kann.
Mit Jac­ques Der­ri­da bespre­chen wir den bedeu­dends­ten Ver­tre­ter des soge­nann­ten Post­struk­tu­ra­lis­mus, der auch meta­phy­sik­kri­ti­sche The­men prä­sen­tiert.
Wer glaubt, fran­zö­si­sche und deut­sche Phi­lo­so­phie sei­en Erb­fein­din­nen, täuscht sich. Trotz der schwe­ren Krie­ge seit Beginn des 19. Jahr­hun­derts liegt ein über­wie­gend frucht­ba­rer Aus­tausch vor, der nicht zuletzt von Man­fred Frank, Das indi­vi­du­el­le All­ge­mei­ne, 1975ff, und Jür­gen Haber­mas, Der phi­lo­so­phi­sche Dis­kurs der Moder­ne, 1988ff, auf­ge­zeigt wur­de.
Ich selbst bin Euro­pä­er, der auch den anglo­ame­ri­ka­ni­schen Dis­kurs für wesent­lich hält. Dass das heu­te ange­grif­fen wird, ist bekannt, spielt aber bei ernst­haf­ten phi­lo­so­phi­schen Argu­men­ten kei­ne Rol­le.

Alle genann­ten Auto­ren set­zen sich mit dem fran­zö­si­schen Kolo­nia­lis­mus aus­ein­an­der

II. Mau­rice  Mau­rice Mer­leau-Pon­ty (1908-1961)

Mer­leau-Pon­ty ver­sucht zeit­le­bens den kar­te­si­schen Dua­lis­mus von res cogi­tans („den­ken­de Sache“) und res exten­sa („aus­ge­dehn­te Sache“) zu über­win­den. Des­car­tes war der Über­zeu­gung, dass der den­ken­de Anteil am Men­schen kei­ne Aus­deh­nung besit­ze, wäh­rend der Kör­per aus­ge­dehnt sei. Alles Aus­ge­dehn­te lässt sich mecha­nis­tisch inter­pre­tie­ren, wes­halb Des­car­tes Tie­re und den mensch­li­chen Kör­per als Maschi­nen bzw. Auto­ma­ten ver­stand.
Die den­ken­de Sache ent­hielt Wil­le und Gefühl – und war zur Frei­heit fähig, was für die aus­ge­dehn­te Sache gera­de nicht galt. Die­se unter­lag s. E. star­ren Ursa­che-Wir­kungs-Ver­hält­nis­sen.
Die Phä­no­me­no­lo­gie knüpft an Des­car­tes an, ver­sucht aber Den­ken, Wol­len und Füh­len im Kör­per zu situ­ie­ren. Bei Mer­leau-Pon­ty zeigt sich der sprach­li­che und gedank­li­che Respekt vor Des­car­tes, sodass er z. B. vom „Kör­per-Ding“ spricht, also zuge­steht, dass man/frau den Kör­per mecha­nis­tisch zum Ding machen kön­ne, ihn ver­ding­li­chen kön­ne.
Genau die­se Mög­lich­keit neh­men s. E. die moder­nen posi­ti­vis­tisch ver­fah­ren­den Natur­wis­sen­schaf­ten in Anspruch, wel­che die scharf unter­schie­de­nen Ein­zel­er­eig­nis­se von Erle­ben und Han­deln wahr­neh­mungs­ori­en­tiert als „Emp­fin­dun­gen“ ver­ge­gen­ständ­li­chen, die mess­bar sei­en – und nichts ande­res als che­mi­sche bzw. elek­tri­sche neu­ro­na­le Pro­zes­se dar­stell­ten.
Dem­ge­gen­über ver­sucht er eine Phi­lo­so­phie der Wahr­neh­mung zu ent­wi­ckeln, die zei­gen kann, dass das Erle­ben und Han­deln von der Per­son selbst berech­tigt rea­lis­tisch als frei usf. ein­ge­schätzt wer­den kann. Sein berühm­tes­tes Bei­spiel geht so anhand der Tas­ter­fah­rung:

Mein Leib, so pflegt man zu sagen, ist an den ‚dop­pel­ten Emp­fin­dun­gen‘ zu erken­nen, die er mir gibt: Berüh­re ich mei­ne rech­te Hand mit der lin­ken, so hat der Gegen­stand rech­te Hand die Eigen­tüm­lich­keit, auch sei­ner­seits die Berüh­rung zu emp­fin­den.“ (Mer­leau-Pon­ty, Phi­lo­so­phie der Wahr­neh­mung, 1966, S. 118)

 

Die­ses bedeut­sa­me Zitat, das die „Dop­pel­emp­fin­dung“ beschreibt, ist grund­le­gend für die Zusam­men­füh­rung des Lei­bes mit der Welt in der „Ambi­gui­tät“. Hier ist die rech­te Hand als Gegen­stand anzu­neh­men, als Ding beschrie­ben, die den Leib selbst in eine Ambi­gui­tät ver­setzt. Der phä­no­me­na­le Leib ist auch Ding, (objek­ti­ver) Kör­per, somit als Gegen­stand unter Din­gen in der Welt anzu­neh­men, zu betrach­ten und zu ver­or­ten. Schau ich auf mich, so bin ich Leib und habe einen Kör­per. Bei­de gehö­ren zu mir, sind aber unter­schied­li­chen Wel­ten zuzu­ord­nen.

Dies kann nur gesche­hen, wenn mei­ne Hand von innen her emp­fun­den und zugleich auch von außen her zugäng­lich ist, wenn sie selbst auch, zum Bei­spiel für mei­ne ande­re Hand, berühr­bar ist, wenn sie einen Platz unter den Din­gen, die sie berührt, ein­nimmt, wenn sie gewis­ser­ma­ßen eben­falls ein sol­ches ist und schließ­lich ein berühr­ba­res Sein eröff­net, an dem sie selbst teil­hat.“ (Mer­leau-Pon­ty, Das Sicht­ba­re und das Unsicht­ba­re, 1986, S. 176)


Mer­leau-Pon­ty ver­sucht mit­hin den Kar­te­sia­nis­mus durch eine Per­spek­tiv­en­theo­rie zu hin­ter­ge­hen, die er aller­dings rea­lis­tisch inter­pre­tiert: Es gibt Kör­per­din­ge – und es gibt das leib­haf­te per­so­na­le Selbst. Bei­de gehö­ren jeweils unter­schied­li­chen Wel­ten an, die ihm zufol­ge aber ver­bun­den sind. Und das Bei­spiel der Hand ist m. E. geeig­net, die­se Ver­bin­dung zwei­er Wel­ten zu sym­bo­li­sie­ren. Sogleich wer­de ich erläu­tern, dass das „Fleisch“ eine ähn­li­che ver­bin­den­de Funk­ti­on im Den­ken Mer­leau-Pon­tys inne­hat.
Bedeut­sam ist hier Mer­leau-Pon­tys spä­te­re Ent­wick­lung hin zu einer „indi­rek­ten Onto­lo­gie“, die er mit der Denk­fi­gur „von innen her emp­fun­den und zugleich auch von außen her zugän­gig“ dar­stellt. Mit der Meta­pho­rik des „Flei­sches“ begrün­det er sei­ne „indi­rek­te Onto­lo­gie“ die im Wesent­li­chen sich auf die Ver­flech­tung vom Leib zur Welt grün­det. Dies zeigt sich exem­pla­risch in der Beschrei­bung: „wenn mei­ne Hand […] für mei­ne ande­re Hand, berühr­bar ist“. Damit wird deut­lich, dass im Ver­hält­nis von akti­vem Berüh­ren zum pas­si­ven Berührt­wer­den (von der Welt) eine Syn­chro­ni­zi­tät von wech­sel­sei­ti­ger Bezug­nah­me frei­ge­setzt wird, die als ‚Ver­flech­tung’, ‚Über­kreu­zung’, als der ‚Chi­as­mus’ bei Mer­leau-Pon­ty bezeich­net wird. Es ist eine Teil­ha­be als „Ver­floch­ten-Sein“ mit den Din­gen in der Welt, die als Über­kreu­zung zwei­er Seins­wei­sen einer gemein­sa­men Welt ver­stan­den wird.
Im Berüh­ren nimmt der Tas­ten­de all­ge­mein etwas wahr –  zugleich bewirkt er auch etwas.
Der aus­füh­ren­de Druck der etwas berüh­ren­den Hand führt glei­cher­ma­ßen zur Ver­än­de­rung auch im Tas­ten­den selbst. Es ist ein Ein­wir­ken auf das Ande­re und ein Wahr­neh­men beim Selbst in einem. Es impli­ziert fer­ner eine damit ver­bun­de­ne Wech­sel­sei­tig­keit von Berüh­ren und Berührt­wer­den. Die­se Rezi­pro­zi­tät ist immer sowohl Bedin­gung als auch Fol­ge der Tast­hand­lung und der damit ver­bun­de­nen Tas­ter­fah­rung. Ein kom­ple­xes Moment von Wech­sel­sei­tig­keit tut sich somit auf. Dies ist gekop­pelt an den Gegen­stand in der Welt, der sich für den Seh­sinn qua­li­ta­tiv far­big erschließt. Dabei neh­men wir jedoch nicht iso­liert als Phä­no­men die Far­be des Gegen­stan­des wahr, die sekun­där zum Gegen­stand mit­ge­se­hen wird. Das Moment ist viel­mehr das Etwas selbst als Wahr­ge­nom­me­nes, wobei die ver­schie­de­nen Sin­ne alle gemein­sam auf ver­schie­de­ne Wei­se ihren Anteil dar­an haben. Mer­leau-Pon­ty geht immer von einem Gesamt­sen­so­ri­um aus, einer Syn­äs­the­sie, die alle Sin­ne gemein­sam und gleich­zei­tig betrifft. Damit folgt er in wesent­li­chen Tei­len David Katz und Erwin Straus, die bei­de gehalt­vol­le Theo­ri­en zum Gesamt­sen­so­ri­um des Men­schen ver­fasst haben und im Beson­de­ren auf das Tast­sen­so­ri­um als einen spe­zi­fi­schen Sinn in der Mit­te des mensch­li­chen Gesamt­sen­so­ri­ums ver­wei­sen. Bedeut­sam dabei ist, dass vor allem Straus zwi­schen einem pathi­schen und einem gnos­ti­schen Moment in der Tas­ter­fah­rung unter­schei­det, die nahe bei­ein­an­der­lie­gen sowohl in der Dif­fe­ren­zie­rung als auch in der Zuord­nung von pal­pa­blen Sin­nes­emp­fin­dun­gen. Erwin Straus kon­tras­tiert bei­spiels­wei­se, dass das „rei­ne Tak­ti­le“ der Erfah­rung z. B. dem Blin­den über­las­sen bleibt, als beson­de­re patho­lo­gi­sche, iso­lier­te Form der Tas­ter­fah­rung „[…] der mit dem Funk­tio­nie­ren des inte­grier­ten Tast­sin­nes nichts gemein hat und daher auch nicht eine Ana­ly­se der Gesamt­er­fah­rung zugrun­de gelegt wer­den kann.“ (Mer­leau-Pon­ty 1966, S. 256) Es stellt sich die Fra­ge, wie der Leib für den Welt­zu­gang durch das Tas­ten zu den­ken ist, um einen unmit­tel­ba­ren Zugang zum Zur-Welt-Sein inne haben muss?
Mer­leau-Pon­ty beschreibt per­spek­ti­visch, vom Leib­li­chen aus­ge­hend in der Ges­te des hän­di­gen Berüh­rens die leib­li­che Situ­iert­heit so:


Die Ges­te der Hand, die sich auf einen Gegen­stand zu bewegt, impli­ziert einen Ver­weis auf den Gegen­stand nicht als sol­chen der Vor­stel­lung, son­dern als die­ses sehr bestimm­te Ding, auf das hin wir uns ent­wer­fen, bei dem wir vor­grei­fend schon sind und das wir gleich­sam umgeis­tern. Bewusst­sein ist Sein beim Ding durch das Mit­tel des Lei­bes. Erlernt ist eine Bewe­gung, wenn der Leib sie ver­stan­den hat, d. h., wenn er sie sei­ner ‘Welt‘ ein­ver­leibt hat, und sei­nen Leib bewe­gen heißt immer, durch ihn hin­durch auf die Din­ge abzie­len, ihn einer Auf­for­de­rung ent­spre­chen las­sen, die an ihn ohne den Umweg über irgend­ei­ne Vor­stel­lung ergeht.“ (Mer­leau-Pon­ty 1966, S. 167 f.)


Wie das Zitat zeigt, eröff­net er damit ein Pro­gramm, das per­spek­ti­visch vom Kör­per aus­ge­hend zur Vor­ran­gig­keit des Lei­bes für mög­li­che Wahr­neh­mungs­er­fah­run­gen aus­holt.
Nimmt man den Gedan­ken eines vor­weg­neh­men­den Bewusst­seins vom „Sein beim Ding durch das Mit­tel des Lei­bes“ ernst und liest dies vor dem pro­gram­ma­ti­schen Hin­ter­grund, Phi­lo­so­phie als Erkun­dung der „wirk­li­chen Welt“ zu betrei­ben, so ergibt sich eine dif­fe­ren­zier­te Sicht­wei­se auf sein phi­lo­so­phi­sches Leib­ver­ständ­nis im Ein­satz des Kör­pers. Der Kör­per ist das „Mit­tel des Lei­bes“ und sei­ne „Orga­ne als Instru­men­te“ sind in der aus­üben­den Funk­ti­on von Wahr­neh­mung anzu­neh­men. Mer­leau-Pon­ty ent­wi­ckelt hier­für eine funk­tio­nel­le Wen­de der Sicht­wei­se auf den ana­to­mi­schen Gewebs­kom­plex von Auge und Hand, indem er den funk­tio­nel­len Bezug des Kör­pers als auch die per­spek­ti­vi­sche Aus­rich­tung des Organ­kom­ple­xes neu denkt. Wenn er schreibt:


Hier ist der Kör­per nicht mehr ein Mit­tel des Sehens und Tas­tens, son­dern ihr Ver­wah­rer. Weit gefehlt, dass unse­re Orga­ne Instru­men­te wären, unse­re Instru­men­te sind viel­mehr ins Ver­hält­nis gesetz­te Orga­ne.“ (Mer­leau-Pon­ty Das Auge und der Geist, S. 300)

Was Mer­leau-Pon­ty meint, zeigt fol­gen­de Abbil­dung 2:

Abbil­dung 2

Mer­leau-Pon­ty ver­sucht mit sei­ner Per­spek­tiv­en­theo­rie also sowohl der posi­ti­vis­tisch ver­fah­ren­den Natur­wis­sen­schaft als auch einem per­so­na­len Selbst gerecht zu wer­den, das ein rea­lis­tisch zu ver­ste­hen­des Selbst­ver­hält­nis hat. Der zuletzt zitier­te Text inter­pre­tiert die Male­rei Paul Cézan­nes. In ihr kommt die phä­no­me­na­le Wahr­neh­mung zum Aus­druck, wie Mer­leau-Pon­ty glaubt.
Die ange­deu­te­te Onto­lo­gie des Flei­sches ist ein natur­phi­lo­so­hi­scher Ver­such, der aber kaum gedank­lich kon­trol­liert ist. Peirce kennt er nicht, Whitehead hat er erst 1958 wahr­ge­nom­men. Den­noch hat Mer­leau-Pon­ty viel erreicht.

Neben dem Natio­nal­so­zia­lis­mus war Mer­leau-Pon­ty ein ent­schie­de­ner Geg­ner des Kolo­nio­na­lis­mus.

2. November 2018

Sor­ry!

Da mein Tablet streikt, nur so viel: Wir habeb Kapi­tel 3 ganz über­setzt und wer­den am Mon­tag mit Kapi­tel 17 fort­set­zen.

29. Oktober 2018

Darm­stadt Urge­schich­te

 

Pro­to­koll zur Sit­zung am 23.10.2018 im Semi­nar Ein­füh­rung in die exege­ti­sche n
Metho­den: Die Urge­schich­te (Gen 1-11)
Pro­to­kol­lant: Phil­ip­pe Minks
The­ma der Sit­zung:
Geschlecht Got­tes, Mono­the­is­ti­scher Gott, Hin­ter­grün­de zur Urge­schich­te

In der Sit­zung haben wir uns zunächst mit einer inhalt­li­chen Wie­der­ho­lung der letz­ten Semi­nar­sit­zung beschäf­tigt. Fest­ge­hal­ten wur­de, dass die Sie­ben-Tage-Woche auf der Schöp­fungs­er­zäh­lung beruht. Gott ruht aus die­sem Grund am sieb­ten Tag, da er nur bedingt Ener­gie hat und sich aus­ru­hen muss. Der sieb­te Tag dient zusätz­lich um sei­ne Schöp­fung
wahr­zu­neh­men. Auch wird erwähnt, dass der sieb­te Tag hei­lig ist. Herr Prof. Dr. Pött­ner  ergänzt dazu, dass hei­lig heißt, dass es auf Gott bezo­gen ist. Man ori­en­tiert sich damit an Gott. Im Juden­tum darf man des­we­gen am sieb­ten Tag nicht arbei­ten. Dies fin­det sich eben­falls auch im deut­schen Grund­ge­setz wie­der. Danach wur­de wie­der Bezug auf den Text von Gen 1 genom­men. Die Men­schen wur­den nach dem Bild Got­tes, also als männ­li­che und weib­li­che Wesen erschaf­fen. Eben­falls wur­de auch das „uns“ in Gen 1,26:
„Lasst uns Men­schen machen als unser Bild, uns ähn­lich!“ ange­spro­chen. (more…)

NT">Darm­stadt Theo­lo­gie des NT

 

Pro­to­kol­lant: Phil­ip­pe Minks
The­ma der Sit­zung:
Got­tes­bild­lich­keit und Bil­der­ver­bot: Gen 1,26-31 und Ex 20,1-6


In der Sit­zung haben wir uns zunächst mit der Schöp­fungs­leh­re Gen 1,26-31 beschäf­tigt.
Dort wer­den die Men­schen als männ­li­che und weib­li­che Wesen geschaf­fen und bei­de sind Bil­der Got­tes.
Zum Beginn kommt die Fra­ge nach dem „uns“ inner­halb von Gen 1,26 auf. Denn dort  steht: „Lasst uns Men­schen machen als unser Bild, uns ähn­lich!“ Eine Semi­nar­teil­neh­me­rin spricht davon, dass sie Gott als eine Ein­zel­per­son sehe. Dar­auf ent­geg­net der Semi­nar­lei­ter Herr Prof. Dr. Pött­ner mit Gen 1,2, in der der Geist Got­tes über dem
Was­ser schwebt. Die jüdi­sche Auf­fas­sung von Gott ist nicht mono­to­no­the­is­tisch, son­dern in Gott gibt es Unter­schei­dun­gen. Monotho­no­the­is­mus meint hier­bei eine Vor­stel­lung
von Gott als eine ein­zel­ne Figur. Die wich­tigs­te Unter­schei­dung ist der Geist, wel­cher im Alten Tes­ta­ment eine wich­ti­ge Rol­le spielt. Die zweit­wich­tigs­te Unter­schei­dung ist, dass es in Pro­ver­bi­en in Sprü­che 8,22 und Fol­gen­de von der Weis­heit die Rede ist mit der der Herr am Anfang spiel­te. Damit wird eine wei­te­re Figur in die gött­li­che Sphä­re ein­ge­zo­gen. Das Chris­ten­tum hat die Weis­heit stark geerbt durch den Chris­tus (1. Kor.
8). Der Geist ist zwi­schen Juden und Chris­ten kon­sens. Herr Prof. Dr. Pött­ner füg­te zudem hin­zu, dass er die männ­li­che und weib­li­che Per­son nicht als mono­ton hält. (more…)

25. Oktober 2018

Johan­ne­s­pro­log und Joh 3

1,15 aα Ἰωάννης μαρτυρεῖ περὶ αὐτοῦ
aβ καὶ κέκραγεν λέγων·
b οὗτος ἦν ὃν εἶπον·
c ὁ ὀπίσω μου ἐρχόμενος ἔμπροσθέν μου γέγονεν,
d ὅτι πρῶτός μου ἦν.
16 aα ὅτι ἐκ τοῦ πληρώματος αὐτοῦ ἡμεῖς πάντες ἐλάβομεν
aβ καὶ χάριν ἀντὶ χάριτος·
17a ὅτι ὁ νόμος διὰ Μωϋσέως ἐδόθη,
b ἡ χάρις καὶ ἡ ἀλήθεια διὰ Ἰησοῦ Χριστοῦ ἐγένετο.
18 a Θεὸν οὐδεὶς ἑώρακεν πώποτε·
bα μονογενὴς θεὸς ὁ ὢν εἰς τὸν κόλπον τοῦ πατρὸς
bβ ἐκεῖνος ἐξηγήσατο.
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18. Oktober 2018

Der Johan­ne­s­pro­log

1a Ἐν ἀρχῇ ἦν ὁ λόγος,

1b καὶ ὁ λόγος ἦν πρὸς τὸν θεόν,

1c καὶ θεὸς ἦν ὁ λόγος.

2 οὗτος ἦν ἐν ἀρχῇ πρὸς τὸν θεόν.
3a πάντα δι′ αὐτοῦ ἐγένετο,

3b καὶ χωρὶς αὐτοῦ ἐγένετο οὐδὲ ἕν. ὃ γέγονεν

4a ἐν αὐτῷ ζωὴ ἦν,

b καὶ ἡ ζωὴ ἦν τὸ φῶς τῶν ἀνθρώπων·

5 a καὶ τὸ φῶς ἐν τῇ σκοτίᾳ φαίνει,

b καὶ ἡ σκοτία αὐτὸ οὐ κατέλαβεν.

6 a Ἐγένετο ἄνθρωπος,

b ἀπεσταλμένος παρὰ θεοῦ,

c ὄνομα αὐτῷ Ἰωάννης·

7 aα οὗτος ἦλθεν εἰς μαρτυρίαν

aβ ἵνα μαρτυρήσῃ περὶ τοῦ φωτός,

b ἵνα πάντες πιστεύσωσιν δι′ αὐτοῦ.

8 a οὐκ ἦν ἐκεῖνος τὸ φῶς,

b ἀλλ′ ἵνα μαρτυρήσῃ περὶ τοῦ φωτός.

9 a Ἦν τὸ φῶς τὸ ἀληθινόν,

b ὃ φωτίζει πάντα ἄνθρωπον,

c ἐρχόμενον εἰς τὸν κόσμον.

10 a ἐν τῷ κόσμῳ ἦν,

b καὶ ὁ κόσμος δι′ αὐτοῦ ἐγένετο,

c καὶ ὁ κόσμος αὐτὸν οὐκ ἔγνω.

11 a εἰς τὰ ἴδια ἦλθεν,

b καὶ οἱ ἴδιοι αὐτὸν οὐ παρέλαβον.

12 a ὅσοι δὲ ἔλαβον αὐτόν,

b ἔδωκεν αὐτοῖς ἐξουσίαν τέκνα θεοῦ γενέσθαι,

c τοῖς πιστεύουσιν εἰς τὸ ὄνομα αὐτοῦ,

13 a οἳ οὐκ ἐξ αἱμάτων

b οὐδὲ ἐκ θελήματος σαρκὸς

c οὐδὲ ἐκ θελήματος ἀνδρὸς

d ἀλλ′ ἐκ θεοῦ ἐγεννήθησαν.

14 aα Καὶ ὁ λόγος σὰρξ ἐγένετο

aβ καὶ ἐσκήνωσεν ἐν ἡμῖν,

b καὶ ἐθεασάμεθα τὴν δόξαν αὐτοῦ,

c δόξαν ὡς μονογενοῦς παρὰ πατρός …

Wir einig­ten uns dar­auf, ohne Angst zu über­set­zen. Wenn Sie Hil­fe benö­ti­gen, kön­nen Sie stets unter Bible­Works 8 oder im Insti­tut Ver­si­on 10 nach­se­hen, dort sind die Tex­te gram­ma­tisch ana­ly­siert, dazu gibt es vie­le wei­te­re Hilfs­mit­tel. Der Kom­men­tar zum Johan­nes­evan­ge­li­um von Hart­wig Thy­en ist eben­falls sehr hilf­reich, HNT 6, 2015: LSA Rel-BT 003 und im Insti­tut NT 6 D 6;;g. (more…)