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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


14. Februar 2017

Der Schulzzug – Schulzenbrothers

 

Jedenfalls für die Union schreckenserregend, MEGA wie Trump … Aber sagt der nicht MAGA, kann ein Südbadenser schon mal verwechseln.

11. Februar 2017

2Kor 4,1ff (EfG Griesheim)

Leuchten auf dem Angesicht des gekreuzigten Christus Chagall, Fraumünster Zürich

 

4 1Von daher und weil wir diesen Dienst des Neuen Testaments bekommen haben, verlieren wir nicht den Mut. Wir haben ja Barmherzigkeit erfahren. 2Von aller Art der Geheimnistuerei haben wir uns losgesagt, sie ist verwerflich. Wir gehen unseren Weg nicht mit Hinterlist, verfälschen auch nicht Gottes Wort. Vielmehr empfehlen wir uns selbst, indem wir die Wahrheit für die Urteilskraft aller Menschen und in Verantwortung vor Gott offen legen. 3Wenn aber unsere Freudenbotschaft [unser Evangelium] dennoch zugedeckt ist, dann ist sie es bei den Verlorenen, 4bei Menschen, die ungläubig sind und Gott nicht vertrauen. Ihr Verstand ist von der Gottheit dieses Zeitalters verdunkelt worden. So sehen sie das helle Licht der Freudenbotschaft nicht, den Lichtglanz des Christus, welcher das Bild Gottes ist. 5 Wir verkünden ja nicht uns selbst, sondern dass Jesus Christus Herr ist und uns selbst um Jesu willen als Menschen, die für euch Sklavenarbeit tun. 6 Denn Gott sprach: Licht soll aus der Dunkelheit aufstrahlen, und Gott hat ein helles Strahlen in unsere Herzen gegeben, sodass wir das Leuchten des Glanzes Gottes im Angesicht des Christus Jesus erkennen. 7 Doch diesen Schatz haben wir in zerbrechlichen Gefäßen. So stammt die überfließende Kraft von Gott und nicht von uns. 8Von allen Seiten werden wir bedrängt, doch wir haben Raum. Wir wissen nicht weiter, doch wir verzweifeln nicht. 9Wir werden verfolgt, doch nicht von Gott im Stich gelassen. Wir werden zu Boden geworfen, doch wir gehen nicht zugrunde. 10Immer tragen wir das Sterben Jesu an unserem Leib mit uns. Genauso erscheint an unserem Leib auch das Leben Jesu. 11Wir, die wir leben, werden ja wegen Jesus fortwährend dem Tod ausgeliefert. Somit erscheint Jesu Leben auch in unserer sterblichen Existenz. 12Daher ist in uns der Tod wirksam, aber das Leben in euch.

Liebe Gemeinde,

ein schwieriger Text, bei dessen Übersetzung es schon Probleme gibt. Ich stehe selbst jenseits der protestantischen Differenz von „reformiert“ und „lutherisch“, aber Luther hatte recht, wenn er übersetzte: Dienst des „Neuen Testaments“ statt Neuen Bundes . Sowohl in der griechischen Übersetzung der Heiligen Schriften der Ju/ü/d/inn/en als auch im Neuen Testament ist mit διαθήκη (diatheke) als Wiedergabe von hebräisch berit eine schriftlich niedergelegte oder festgehaltene Willensverfügung Gottes bezeichnet, in den Heiligen Schriften der Ju/ü/d/inn/en um die Tora konzentriert, im Neuen Testament auf das Evangelium konzentriert, die Freudenbotschaft. (more…)

2. Februar 2017

Geschlechtergerechte Rede (TUD)

Viele Teilnehmerinnen wünschten sich eine Erörterung der Inzestszene „Lots Töchter“ (Gen 19,30-38), die aber im Zusammenhang der Erzählung einer beabsichtigten Vergewaltigung und deren Folgen für Sodom und Gomorrha steht.
Vor dem Hintergrund eigener Fantasien, Medienkommunikation usf. könnte die Erzählung von „Lots Töchtern“ überraschend wirken. Versucht doch nicht der Vater, die Töchter zu verführen oder zum Sex zu zwingen, sondern die Töchter sind wg. Nachwuchssorgen und aus Partnermangel selbst aktiv. Sie machten den Vater betrunken und schliefen an zwei Tagen mit ihm – ohne dass der Vater es bemerkte. Genetische Defekte werden nicht erzählt, sondern nur, dass aus diesen Sex-Ereignissen die Moabiter und Ammoniter entstanden, mithin eine eher zweifelhafte Herkunft besitzen.
Offenbar hatte Lot trotz Alkohol hinreichende Erektionen.
Damit ist in Israel Inzest zwar nicht gerechtfertigt, aber bei anderen schon, was auch noch die heutigen Verhältnisse von Deutschland u. a. bestimmen dürfte.
Für das Verständnis der Bibel ist es wichtig, dass derartige abweichende Sachverhalte erzählt werden.

1. Februar 2017

Griechische Lektüre usf. (Uni Hd)

Die Sitzung versuchte, sich anhand von Joh 8,37ff über das Verhältnis des Johannesevangeliums zum Judentum klar zu werden. Der Text wurde ausgewählt, weil Teile von ihm bei der Einweisung von jüdischen Bürger/inne/n in Lager 1938ff geäußert wurden. Daher bezieht sich der „Antijudaismus“-Diskurs seit den 1980er Jahren auch auf diesen Text. Denn in dieser Zeit setzte sich im liberalen Protestantismus die Einsicht durch, dass auch das Christentum Verantwortung für die Ermordung der europäischen Juden zu übernehmen habe. Dass es in konservativen Gruppierungen, wie sie in der AfD agieren, aktiv anders gesehen wird, ist ebenfalls sicher.
Segmentiert sieht der Text so aus:
37Οἶδα ὅτι σπέρμα Ἀβραάμ ἐστε·
ἀλλὰ ζητεῖτέ με ἀποκτεῖναι,
ὅτι ὁ λόγος ὁ ἐμὸς οὐ χωρεῖ ἐν ὑμῖν.

38ἃ ἐγὼ ἑώρακα παρὰ τῷ πατρὶ λαλῶ·
καὶ ὑμεῖς οὖν ἃ ἠκούσατε παρὰ τοῦ πατρὸς ποιεῖτε.

39Ἀπεκρίθησαν
καὶ εἶπαν αὐτῷ·
ὁ πατὴρ ἡμῶν Ἀβραάμ ἐστιν.
λέγει αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς·
εἰ τέκνα τοῦ Ἀβραάμ ἐστε,
τὰ ἔργα τοῦ Ἀβραὰμ ἐποιεῖτε·

40νῦν δὲ ζητεῖτέ με ἀποκτεῖναι ἄνθρωπον
ὃς τὴν ἀλήθειαν ὑμῖν λελάληκα
ἣν ἤκουσα παρὰ τοῦ θεοῦ·
τοῦτο Ἀβραὰμ οὐκ ἐποίησεν.

41ὑμεῖς ποιεῖτε τὰ ἔργα τοῦ πατρὸς ὑμῶν.
Εἶπαν [οὖν] αὐτῷ·
ἡμεῖς ἐκ πορνείας οὐ γεγεννήμεθα,
ἕνα πατέρα ἔχομεν τὸν θεόν.
42εἶπεν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς·
εἰ ὁ θεὸς πατὴρ ὑμῶν ἦν
ἠγαπᾶτε ἂν ἐμέ,
ἐγὼ γὰρ ἐκ τοῦ θεοῦ ἐξῆλθον
καὶ ἥκω· (more…)

30. Januar 2017

Geschlechtergerechte Rede (TUD)

Protokoll vom 24.01.2017
Vanessa Brandes
Römer 1.18-32
Die heutige Sitzung thematisiert die Problematik der Homosexualität (Römerbrief 1.18-32)
Gottes Zorn über die Ungerechtigkeit der Menschen
18 Der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten.
19 Denn was man von Gott erkennen kann, ist ihnen offenbar; Gott hat es ihnen offenbart.
20 Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar.
21 Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.
22 Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren.
23 Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Bildern, die einen vergänglichen Menschen und fliegende, vierfüßige und kriechende Tiere darstellen.
24 Darum lieferte Gott sie durch die Begierden ihres Herzens der Unreinheit aus, sodass sie ihren Leib durch ihr eigenes Tun entehrten.
25 Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers – gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen.
26 Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen;
27 ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung.
28 Und da sie sich weigerten, Gott anzuerkennen, lieferte Gott sie einem verworfenen Denken aus, sodass sie tun, was sich nicht gehört:
29 Sie sind voll Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier und Bosheit, voll Neid, Mord, Streit, List und Tücke, sie verleumden
30 und treiben üble Nachrede, sie hassen Gott, sind überheblich, hochmütig und prahlerisch, erfinderisch im Bösen und ungehorsam gegen die Eltern,
31 sie sind unverständig und haltlos, ohne Liebe und Erbarmen.
32 Sie erkennen, dass Gottes Rechtsordnung bestimmt: Wer so handelt, verdient den Tod. Trotzdem tun sie es nicht nur selber, sondern stimmen bereitwillig auch denen zu, die so handeln. (more…)

27. Januar 2017

EfG Griesheim: Mk 10,1-12 (29.01.)

c

In diesem Semester wurde auch hier in Darmstadt am Institut für Theologie und Sozialethik über das Geschlechterverhältnis diskutiert. Und unser Predigttext für den heutigen Sonntag hat das auch ganz zentral zum Thema: hier weiterlesen!

26. Januar 2017

Griechische Lektüre usf. (Uni Hd)

Christus als Pantokrator

Die Sitzung befasste sich mit Texten des Brotkapitels Joh 6 und dem Beginn der Apokalypse des Johannes. Segmentiert sieht das so aus:

Joh 6,30  Εἶπον οὖν αὐτῷ·
τί οὖν ποιεῖς σὺ σημεῖον,
ἵνα ἴδωμεν καὶ πιστεύσωμέν σοι;
τί ἐργάζῃ;
31οἱ πατέρες ἡμῶν τὸ μάννα ἔφαγον ἐν τῇ ἐρήμῳ,
καθώς ἐστιν γεγραμμένον·
• ἄρτον ἐκ τοῦ οὐρανοῦ*
• ἔδωκεν αὐτοῖς φαγεῖν.*
32εἶπεν οὖν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς·
ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν,
οὐ Μωϋσῆς δέδωκεν ὑμῖν τὸν ἄρτον ἐκ τοῦ οὐρανοῦ,
ἀλλ’ ὁ πατήρ μου δίδωσιν ὑμῖν τὸν ἄρτον ἐκ τοῦ οὐρανοῦ τὸν ἀληθινόν·
33ὁ γὰρ ἄρτος τοῦ θεοῦ ἐστιν ὁ καταβαίνων ἐκ τοῦ οὐρανοῦ
καὶ ζωὴν διδοὺς τῷ κόσμῳ.
34εἶπον οὖν πρὸς αὐτόν·
κύριε,
πάντοτε δὸς ἡμῖν τὸν ἄρτον τοῦτον.
35εἶπεν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς·
ἐγώ εἰμι ὁ ἄρτος τῆς ζωῆς·
ὁ ἐρχόμενος πρὸς ἐμὲ οὐ μὴ πεινάσῃ,
καὶ ὁ πιστεύων εἰς ἐμὲ οὐ μὴ διψήσει πώποτε.
36Ἀλλ’ εἶπον ὑμῖν
ὅτι καὶ ἑωράκατέ [με]
καὶ οὐ πιστεύετε.
37πᾶν ὃ δίδωσίν μοι
ὁ πατὴρ πρὸς ἐμὲ ἥξει,
καὶ τὸν ἐρχόμενον πρὸς ἐμὲ
οὐ μὴ ἐκβάλω ἔξω,
38ὅτι καταβέβηκα ἀπὸ τοῦ οὐρανοῦ
οὐχ ἵνα ποιῶ τὸ θέλημα τὸ ἐμὸν
ἀλλὰ τὸ θέλημα τοῦ πέμψαντός με.
39τοῦτο δέ ἐστιν τὸ θέλημα τοῦ πέμψαντός με,
ἵνα πᾶν ὃ δέδωκέν μοι μὴ ἀπολέσω ἐξ αὐτοῦ,
ἀλλ’ ἀναστήσω αὐτὸ [ἐν] τῇ ἐσχάτῃ ἡμέρᾳ.
40τοῦτο γάρ ἐστιν τὸ θέλημα τοῦ πατρός μου,
ἵνα πᾶς ὁ θεωρῶν τὸν υἱὸν καὶ πιστεύων εἰς αὐτὸν ἔχῃ ζωὴν αἰώνιον,
καὶ ἀναστήσω αὐτὸν ἐγὼ [ἐν] τῇ ἐσχάτῃ ἡμέρᾳ.

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23. Januar 2017

Königsbücher (Bibelkunde Heidelberg)

 

Die Königsbücher

Übersicht über die Königsbücher

Inhalt

Die Darstellung der beiden Königsbücher (die ursprünglich ebenfalls nur ein Buch waren) reicht vom Beginn des Königtums Salomos bis zum babylonischen Exil. Während die beiden Samuelisbücher einen Zeitraum von kaum mehr als 50 Jahren beschreiben, schildern die Königsbücher also Ereignisse aus 4 Jahrhunderten. Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Geschichte immer aus dem Blickwinkel des späteren Juda gesehen wird. Die Entwicklungen im inzwischen untergegangenen Nordreich Israel werden oft nur kurz gestreift, auch wenn sie historisch von hoher Bedeutung sind. An verschiedenen Stellen wird wiederum auf ältere, uns nicht erhaltene Geschichtswerke zurückgegriffen, so verweist 1.Kön 11,41 auf eine Chronik Salomos, 1.Kön 14,19 auf eine Chronik der Könige Israels, V. 29 auf eine Chronik der Könige Judas. Die Trennung der beiden Bücher ist an nicht sehr einleuchtender Stelle vollzogen worden, so dass hier beide Teile zusammengeschaut werden sollen.

Propheten

Auffällig ist, dass in diesem Textkomplex die Rolle der prophetischen Gestalten deutlich wichtiger wird. 1.Kön 13+14+16 handeln von prophetischen Gerichtsansagen, hinzu kommt der große Zusammenhang der Elija-Elischa-Geschichten in 1.Kön 17 bis 2.Kön 9. Die jeweils geschilderte geschichtliche Entwicklung wird somit als durch Gottes Wort korrekturbedürftig erwiesen.

Könige

Von Bedeutung für die Erarbeitung der Königsbücher ist eine Übersicht über die einzelnen Könige Judas und Israels, wie sie zum Beispiel in jeder Geschichte Israels zu finden ist. (Vgl. auch das Thema-Kapitel.) Die Angabe der Jahreszahlen für die Regierungszeiten ist dadurch möglich, dass nach dem System des Königssynchronismus die Regierungszeiten der Könige Judas und Israels miteinander verbunden sind (vgl. z.B. 2.Kön 14,23; 15,1), so dass in den meisten Fällen ein recht zuverlässiges Errechnen der Jahreszahlen möglich ist. (more…)

22. Januar 2017

Geschlechtergerechte Rede (TUD)

Protokoll vom  17. 01. 2017, Sitzung Nummer 12 von [15]

Verfasserin:  Tanja Mett-Bialas

Zu Beginn der Sitzung wurde das Protokoll vom 10.01.2017 genehmigt. Es gab dazu keine Anmerkungen, Fragen und/oder Ergänzungen. Der Dozent gab anschließend die Textstellen der nächsten Sitzungen bekannt:

24.01.2017: Röm. 1, 18 ff.

31.01.2017: Gen. 1 (1. Mose) 19, Verse werden in der nächsten Sitzung bekannt gegeben.

07.02.2017: Seminarabschluss: Die Teilnehmer können Fragen stellen, die sie zu dieser  Themenstellung schon immer interessiert haben bzw. explizite Rückfragen zum Seminar stellen.  Text der heutigen Sitzung: Epheser 5, 21 ff.: Dieser klassische Text, als expliziter Autor steht Paulus im Brief (Der Brief des Paulus an die Epheser), ist als extrem wichtig für die Geschichte des Christentums in Bezug auf die Bestimmung des Verhältnisses der Geschlechter einzustufen. Es handelt sich hierbei um einen Katalog oder eine ‚Haustafel‘, wie es auch in der (im Originaltext nicht enthaltenen!) Überschrift des Textabschnittes benannt wird. Dies bedeutet, dass hier alle Gruppen/Personen/Schichten, die in einem Haus vorkommen (Männer-Frauen, Eltern-Kinder, Sklaven-Freie etc.), angesprochen werden, indem Ihnen darin explizite Regeln/Verhaltensvorschriften gemacht bzw. auferlegt werden. Im Mittelalter beispielsweise schrieb Martin Luther (1483-1546) einen sogenannten ‚Fürstenspiegel‘, der eine ähnliche Aufgabe verkörperte: Dabei wurden Regeln für Angehörige der Obrigkeit aufgestellt. (more…)

Trump?

Donald Trump hat die Präsidentenwahl aufgrund des Wahlsystemes gewonnen, das manchen hierzulande unbekannt zu sein scheint. Elisabeth Wehling hatte schon vorher prognostiziert, dass aufgrund seiner rhetorischen Strategie Trump die Wahl gewinnen werde. So ist es gekommen – und Trump hat ohne großen Anstrengungen Hillary Clinton schlagen können. Man muss nicht in vielen Einzelheiten dem neurolinguistischen Modell Wehlings zustimmen. Aber richtig ist, dass Trump ein klareres Bild vieler für ihn ansprechbarer Wählergruppen hatte – weshalb ich auch nicht überzeugt davon war, dass sein Sexismus und Rassismus hinreichend abstoßend war. Heute macht er sich über die gestrigen Demonstrant/inn/en lustig: Sie hätten ja zur Wahl gehen können …
Was an Trump interessant ist, ist der Sachverhalt, dass in seiner Kampagne konkurrenzgesellschaftliche Modelle sich für viele Menschen als alltagstauglich erwiesen haben. Das ist auch ein ernstes Problem.